Vertikale Zusammenfassung der Ermittlungsgruppe Nr. 11
Anlaß zur Bildung dieser Ermittlungsgruppe war eine Serie von Autodiebstählen. Die Ermittlungsgruppe wurde länderübergreifend eingerichtet und bestand aus fünf Mitarbeitern sowie dem Ermittlungsgruppenleiter. Die Ermittlungsgruppe hatte eine Vorläuferin, die jedoch nur innerhalb eines Bundeslandes installiert war. Die Laufzeit der Ermittlungsgruppe betrug sechs Monate, wurde jedoch anfänglich mit drei Monaten angesetzt. Wegen der nur geringen Größe der Ermittlungsgruppe war eine ausgeprägte Organisation nicht vorhanden. Neben dem Ermittlungsgruppenleiter gab es noch einen Aktenführer und zwei Ermittlungsteams.
Das zu verarbeitende Mengenaufkommen war mit 196 Fallakten der Vorgängergruppe, 27 Beschuldigten und fünf Haupttätern sowie etwa 250 Einzelfällen und 200 Fahrzeuglegenden relativ hoch. DV-Unterstützung wurde trotzdem nicht geleistet. Ein privater PC wurde als Schreibmaschine genutzt. Bemängelt wurde, daß neben einem DV-Spezialisten auch ein weiterer Aktenführer fehlte. Die Informationsverarbeitung und-speicherung erfolgte manuell.
Die Zahl der Mitarbeiter war trotz der geringen Stärke Schwankungen unterworfen, so daß in der Urlaubszeit zeitweise nur noch zwei Mitarbeiter tätig waren. Auch führte die vorzeitige Abberufung zweier Mitarbeiter zu einer Reduzierung der Ermittlungsgruppe auf nur noch zwei Mitarbeiter.
Die Führung wurde als kooperativ und aufgabenbezogen bezeichnet. Der Informationsaustausch erfolgte multilateral in Besprechungen, der Informationsaustausch zur Primärorganisation über die Teilnahme an den üblichen Frühbesprechungen. Ferner wurden Sachstandsberichte und ein Schlußbericht angefertigt.
Die Ausstattung mit Sachmitteln wurde in allen Punkten als unzureichend bezeichnet.
Die Zusammenarbeit mit dem Staatsanwalt wurde als vorbildlich charakterisiert.
Im Gegensatz zu Projektgruppen mit aktuellem Fallgeschehen(Dringlichkeitsprojekte), wie z.B. Tötungsdelikte, sind bei Projektgruppen mit Aufgabenstellungen dieser Art(z.B. Autodiebstähle) deutliche Unterschiede hinsichtlich der Aktivitätsniveaus festzustellen. So wurde hier die Anlaufphase als eher ruhig bezeichnet. Dieser schloß sich eine Ermittlungsphase mittlerer Aktivität an. Der dann folgenden Hochphase mit starken Aktivitäten im operativen Bereich folgte wiederum eine ruhigere Auslaufphase mit geringerer Aktivität.
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