Vertikale Zusammenfassung der Ermittlungsgruppe Nr. 12
Anlaß zur Gründung dieser Ermittlungsgruppe war die Zuordnung ungeklärter Verbrechenstatbestände auf sieben wegen Bankraubes festgenommene Tatverdächtige. Da es sich bei den zugrundegelegten Verbrechenstatbeständen um eine relativ breite Deliktspalette handelte, wurden Mitarbeiter aus den jeweils deliktisch zuständigen Bereichen herausgelöst und im Rahmen dieser Ermittlungsgruppe hinsichtlich der Tätergruppierung konzentriert. Die Ermittlungsgruppe bestand aus dem Ermittlungsgruppenleiter und fünf weiteren Mitarbeitern. Die Organisation der Ermittlungsgruppe war wegen der geringen Größe nur schwach ausgeprägt: Dem Leiter waren der Aktenführer sowie vier weitere Sachbearbeiter nachgeordnet. Die Raubstraftaten wurden von einem Arbeitsteam, das aus einem Teil der vier Sachbearbeiter gebildet wurde, bearbeitet. Die Arbeitsdauer der Ermittlungsgruppe betrug zwei Monate, bei einzelnen Delikten wurde nach Auflösung der Ermittlungsgruppe noch weiter ermittelt.
Die Arbeit wurde als erfolgreich bewertet, da eine Zuordnung gemäß Zielbeschreibung in zahlreichen Fällen vorgenommen werden konnte. Ein besonderer Zeitdruck wurde nicht empfunden, so daß nur wenige Überstunden anfielen.
Die Führung wurde als kooperativ, sowohl aufgaben- als auch mitarbeiterbezogen, beschrieben und als insgesamt gut bezeichnet. Auch Arbeitszufriedenheit und Motivation waren gut. Hierzu dürften insbesondere auch die Erfolge der Ermittlungsgruppe beigetragen haben, die bei der Nennung positiver Erlebnisse auch ausschließlich genannt wurden.
Der Informationsaustausch erfolgte multilateral in Besprechungen.
Bei einem der Mitarbeiter gab es Abordnungsprobleme mit der Heimatdienststelle. Tendenziell wurde die Soko-Arbeit als Belohnung empfunden.
Die materielle Ausstattung wurde insgesamt als mangelhaft bezeichnet. Im Bereich der Informationsverarbeitung stand jedoch ein PC als Hilfsmittel zur Verfügung. Als besonders hinderlich wurden die unzureichend abgestimmten Kommunikationsmittel genannt.
Die Zusammenarbeit mit dem Staatsanwalt wurde als gut bezeichnet.
Alle befragten Mitarbeiter hatten Soko-Erfahrung, plädierten jedoch trotzdem oder vielleicht auch deshalb für Schulung in den Bereichen Aktenführung und-auswertung, aber auch hinsichtlich der Stärkung sozialer Kompetenzen.
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