Zu fragen war nicht nur, wer über Ressourcen verfügte, sondern auch, wann sie zur Verfügung standen.
Gab es dabei zeitliche Verzögerungen?
In fünf Sonderkommissionen traten keine zeitlichen Verzögerungen auf. Allerdings mußten Mitglieder in einem Fall die angeforderten Sachmittel selbst abholen. In zehn Sonderkommissionen wurde die aufgetretene zeitliche Verzögerung beklagt. Außer dem zu langen Antragswesen bemängelten zwei Leiter, daß eine Vorratshaltung an Materialien unmöglich sei. Ein weiterer Leiter wartete seiner Meinung nach erheblich zu lange auf die notwendige Ausstattung mit Datenverarbeitungsanlagen.
Ein Beispiel der Arbeitsweise aus den neuen Bundesländern zeigt deutlich, wie sehr zeitliche Verzögerungen die Polizeiarbeit ins Stocken geraten lassen können: In Banken eingebaute Fotokameras liefern wichtige Hinweise auf Bankräuber. Die Entwicklung eines solchen Filmes verlief wie folgt:"Der Film wird durch ein Unternehmen in einer in der Nähe gelegenen Weltstadt ausgebaut und anschließend entwickelt und dann durch Beamte der Sonderkommission abgeholt. In der Stadt, in der die Sonderkommission angesiedelt ist, werden von den Dia-Bildern Abzüge gemacht. Die Zeitdauer beträgt wenigstens 24, meist aber über 40 Stunden."
Sind Materialanforderungen auch fernmündlich möglich?
Zehn Angaben entfielen darauf, daß Materialanforderungen auch fernmündlich vonstatten gehen können."Im Vorfeld mündlich und im nachhinein schriftliche Anforderung", dies ist bei einer Sonderkommission üblich. Bei einer weiteren Sonderkommission sind Bedarfsmeldungen, die die Büroausstattung betreffen, nur mündlich möglich. Ausschließlich eine persönliche Materialanforderung stellt bei einer weiteren Sonderkommission die Regel dar. Ein Leiter ist der Ansicht, daß Bedarf nur per Formular angefordert werden sollte, da ansonsten die Nachvollziehbarkeit nicht gewährleistet sei. Schriftliche Materialanforderungen waren in drei Sonderkommissionen üblich.
Welche Rolle spielen dabei persönliche Kontakte?
Von den befragten 17 Leitern gaben 14 an, daß persönliche Kontakte im Zusammenhang mit Materialanforderungen sehr wichtig seien. Zwei Leiter von Sonderkommissionen verneinten die Wichtigkeit persönlicher Kontakte. Ein weiterer Leiter glaubte nicht, daß persönliche Kontakte wichtig seien, zumindest würden diese nicht helfen, da ja insgesamt nicht genügend Material zur Verfügung stünde. Er schlug vor, notwendige Ausstattungsmittel zu mieten.