Übersicht 5-6:"Ist die Verwaltung auf ad-hoc-Maßnahmen eingestellt?"
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Im Rahmen des Verfügbaren das Beste erhalten zu haben, sagten zwei der Leiter. Vierzehn Soko-Leiter glaubten nicht, daß die Verwaltung auf ad-hocMaßnahmen eingestellt sei. So wurde geäußert:"Nicht einmal Aktenordner waren zentral zu beschaffen." und"Stühle wurden aus der Dienststelle geholt". Das Improvisationstalent ist für das Arbeiten in Sonderkommissionen somit schon von Anfang an gefordert. Ein Leiter befand in diesem Zusammenhang, daß sich ein Verwaltungsbeamter um Fürsorgedinge kümmern müsse.
In den neuen Bundesländern wurde auch geäußert, daß"früher die Verwaltungsunterstützung viel besser gewesen sei".
Die Einschätzung der Mitarbeiter ähnelt jener der Leiter: Auch hier war die Mehrzahl(20 Angaben) der Meinung, die Verwaltung sei eher nicht auf adhoc-Maßnahmen, wie sie eine Sonderkommission verlangt, eingerichtet. Bemängelt wurde die strikte Einhaltung von Verwaltungsvorschriften sowie die zu langen Verwaltungswege. Nur bei persönlichem Kontakt, gekoppelt mit Selbstengagement, seien die notwendigen Mittel zu beschaffen gewesen.
Insgesamt gab es somit verschiedene Ausstattungs-Defizite, die den Aufklärungserfolg wesentlich beeinträchtigen können. Dies war vor allem dann der Fall, wenn die Gefahr von Zeitverzögerungen bestand, weil z.B. die PkwAusstattung zu wünschen übrig ließ, kein Foto-Labor zur Verfügung stand oder"per Hand"(statt mit PC) größere Datenmengen verarbeitet werden mußten.
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