und vergnügt unsere Rückreise machten, stand schon fest, daß er sterben müsse. Er hatte eine Blinddarmentzündung und schrie vor wahnsinnigen Schmerzen. Am 20. früh hörten wir von seiner Erkrankung. Meta fuhr hinaus. Am andern Tage, Mittwoch 21., fuhr ich hinaus; als ich ihn wiedersah, sah ich in ein Gesicht, das der Tod schon gestempelt hatte. Sein Zustand war jämmerlich. Am Donnerstag kam auf unfern Wunsch der alte Pancritius. Er zuckte die Achseln. Trotzdem wurde alles versucht. „Es geschehen Wunder." Am Freitag schien es etwas besser, dann kam eine furchtbare Nacht (Meta pflegte ihn vom Dienstag an) und am Sonnabend früh um 9 Uhr starb er. Als ich eintrat, war er eben tot. Das Begräbnis war herrlich, 4 Uhr Nachmittag, schönster Herbsttag, Exzellenzen und Generäle in Fülle, Kränze über Kränze, und die Gardeschützen gaben die drei Salven, die ihm als „alten Krieger" zukamen. Er liegt nun auf dem Lichterfelder Kirchhof, einem umzäunten Stück Ackerland, und ich wünsche mir die gleiche Stelle. Er starb am 24., begraben am 27.
Während des Vierteljahres vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1887 war ich sehr fleißig, fühlte mich auch meistens wohl. Ich schrieb den in Schleswig-Holstein und auf Seeland spielenden Roman „Unwiederbringlich", ein Stoff, den ich Frau Geheimrätin Brunnemann verdanke. Am 23. Dezember war ich mit der ersten Niederschrift fertig. Im Theater, unter der neuen Herrschaft von Graf Hochberg und Direktor Anno, war ziemlich viel los: Richard III., Egmont, Othello, Leben ein Traum — alles neu einstudiert; auch ein paar neue Stücke. Gastspiel von Matkowsky, der ein genialer Kulissenreißer ist. Dominik, in seinem neuen Blatte: „Zur guten Stunde" brachte „Quitzövel usw." in 15 Kapiteln und mit vielen Illustrationen; in der Weihnachtsnummer erschien außerdem: „Eine Frau in meinen
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