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Das Fontane-Buch : Beiträge zu seiner Charakteristik ; Unveröffentlichtes aus seinem Nachlaß ; das Tagebuch aus seinen letzten Lebensjahren / hrsg. von Ernst Heilborn
Entstehung
Seite
174
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Scherz ein landwirtschaftliches, Storm ein dichterisches, A. Gentz ein finanzielles Genie. Martha Robert, nach­dem sie dreiviertel Jahr im Schmiedenschen Hause ge­wohnt hat, wird nun am 1. Oktober in unser Johanniter­haus ziehen. Vorläufig gehen wir alle nach Krummhübel, um daselbst 8 Wochen zuzubringen. Martha ist schon da und hat auf derBrotbaude" in Nähe von Kirche Wang ge­mietet. Tante Witte mit Annemarie und Richard kommen auch. Friede! wohnt mit Familie Dobert draußen in Schmar­gendorf. Das Theater wurde schon am 15. Juni geschlossen, nachdem schon, 6 oder 8 Wochen vorher, im Wallner-Theater wegen Umbau des Schauspielhauses gespielt worden war.

Vom 8. Juli bis 15. Juli.

Allerlei Korrekturen gemacht. Einen längeren Aufsatz über Storm angefangen, aber wieder beiseite geschoben, weil mir die Kraft dazu ausgeht. Er muß nun später beendet werden, wenn überhaupt. Am 13. passiert Frau Dr. Witte Berlin auf dem Wege nach Krummhübel. Das Haupt- ereigniü der Woche war der Ausbruch der großen Arzte- fehde, die schwere Anklage v. Gerhardt-Bergmanns gegen Mackenzie. Dieser erklärt alles für Lüge. Der Streit ist noch im ersten Stadium und wird (hoffentlich) viel ans Licht bringen. Denn mit dem ewigenalles in, Dunkeln lassen" ist es Gott sei Dank vorbei! Das Mogeln muß nach Möglichkeit ein Ende nehmen. Am 15. erscheint der Schlußabschnitt des Fürst Putbusschen Berichtes; am selben Tage (Sonntag) auch mein "Der letzte Laborant" *.) Mor­gen (16.) will ich nach Krummhübel.

Vom 16. Juli bis 31. August war ich in Krummhübel, wo Martha schon 8 Tage vorher eine hübsche Wohnung in der Brotbaude (nicht weit von Wang) gemietet hatte. Hier in derBrotbaude" haben wir dann erst zu acht Personen:

*) Aus:Von vor und nach der Reise."