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Das Fontane-Buch : Beiträge zu seiner Charakteristik ; Unveröffentlichtes aus seinem Nachlaß ; das Tagebuch aus seinen letzten Lebensjahren / hrsg. von Ernst Heilborn
Entstehung
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bei Wilh. Hertz. Martha reist schon am 21. Juli nach Krumm­hübel und mietet auf der Brotbaude. Am 4. August folgen Emilie und ich nach. Wir verbringen dort oben 7 wunder­volle Wochen, so schön und ärgerlos, wie man's kaum glau­ben sollte. Während der ersten 14 Tage ist auch Friede! mit uns. Ich nehme die Korrektur vonUnwiederbringlich" wie­der auf und komme fast völlig damit zustande. Emilie macht gleichzeitig die Abschrift. Partien machen wir nur höher hinauf ins Gebirge, bis zu den Teichen und auf die Heinrichs­baude. Nach Krummhübel kommen wir garnicht, nach Wolfs­hau (zu den Damen Rogalli und Scharfenort) ein paarmal. Friedländers sind drei Tage lang oben bei uns und wohnen in einer Nachbarbaude. Sonst kein Verkehr. Am 22. Sep­tember kehren wir nach Berlin zurück, mit einem schlesischen Mädchen, das schon oben auf der Brotbaude unsere Be­dienung machte.

Wieder in Berlin, mache ich mich an die weitere Korrektur vonUnwiederbringlich", womit ich etwa Anfang Dezember fertig bin und es an Rodenberg abliefere, der mir seine Zu­stimmung ausspricht. Das gesellschaftliche Leben ist das her­kömmliche; wir sehen ein paarmal Gäste bei uns, einmal dem Brautpaar Paul Schleicher und Paula Conrad zu Ehren. Mit Sternheims leitet sich ein Verkehr ein, ein paarmal sind wir bei Oberstleutnant Timm zu Tisch und verleben sehr angenehme Stunden. Im Oktober wird das Lessing­denkmal enthüllt; wir sind zugegen und freuen uns der geschmackvoll arrangierten Szene. Ende November er­scheint mein RomanQuitt" bei Wilhelm Hertz; die Welt nimmt wenig Notiz davon, nicht einmal Kritiken erscheinen. Es muß auch so gehn. Dagegen kommtIrrungenWirrungen" immer mehr in Aufnahme, auchStine" undGraf Petöfy" gehen leidlich. Zum Lesen komme ich wenig; an Büchern erscheint nichts, was ein großes Interesse erwecken kann; ich begnüge mich mit Vossin und ein paar Wochenblättern von der modernen Richtung. Martha kränkelt und ersehnt ihre

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