nur noch um sich auf einem Platze dritten Ranges mühevoll zu behaupten, hat etwas Ermüdendes.
25. y. 72. Briefe an Freunde I, Z02
Sich ewig mit dem Ruhm und Namen trösten zu wollen, ist lächerlich. Dazu müßten denn beide doch um einige Ellen höher sein. Ich habe mich redlich angestrengt und bin so fleißig gewesen wie wenige, aber es hat nicht Glück und Segen auf meiner Arbeit geruht.
2i. z. 77. Briefe an Freunde l, z8z
Für Heyses „Leopardi" meinen herzlichsten Dank. Es ist ein schönes Buch, innerlich wie äußerlich. Wollen Sie glauben, daß ich mit Schmerz darin geblättert habe, nicht um Leopardis, sondern ganz egoistisch um meinetwillen? Und warum? Weil ich fühle, daß ich derartiges in der Tretmühle des Dienstes und der Tagesarbeit nicht einmal lesen kann. Ich höre, wirklich und bildlich, Drehorgeln um mich her, und heisere Tingeltangelstimmen dringen von einem Berliner Hof her zu mir herauf. Dazwischen Leopardische Aolsharfenklänge, vornehm und wie aus einer andern Welt, wäre Prosanation. Immer nur im Sommer, wenn man ein paar Wochen lang all den Wust hinter sich wirft, kann man sich mit solchen Dingen beschäftigen. Und so sollte das Leben nicht sein, wenigstens nicht das meinige. Und das ist es, was mich verstimmt.
2. i2. 78. Briefe an Freunde I, Z96
Ach, ich habe die Menschen so satt, selbst die lieben, guten, wohlmeinenden.
20. z. 80. Briefe an Familie I, 284
Jetzt beherrscht mich das eine Gefühl: es verlohnt sich nicht mehr. Alles sieht mich, ich will nicht sagen gleichgültig, aber in seiner absoluten Gleichwertigkeit an.
24. 6. 8i. Briefe an Familie I, ziz