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Das Fontane-Buch : Beiträge zu seiner Charakteristik ; Unveröffentlichtes aus seinem Nachlaß ; das Tagebuch aus seinen letzten Lebensjahren / hrsg. von Ernst Heilborn
Entstehung
Seite
214
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Denn im Grunde bin ich doch nur ein Philister.

14. y. Briefe an Familie I, zy Was unserer Zeit zu allermeist fehlt Pietät. Vielleicht überrascht es Sie, daß ich dies gerade betone; aber ich habe Pietät. Freilich weil ich sie habe, hab' ich auch einen tiefen Groll gegen alles, was diese Pietät fordern möchte und nach meinem Gefühl keinen Anspruch darauf hat.

2. 5. 7z. Briefe an Freunde I, zo8 Der große Aug der Zeit ist Abfall. Aber man hat es nachgerade satt. Die Welt sehnt sich aus dem Haeckelismus wieder heraus, sie dürstet nach Wiederherstellung des Idealen. Jeder kann es jeden Tag hören. Und es ist ernst gemeint. Da kommt nun dieses Buch *), das dem in tausend Herzen lebendigen Gefühl Ausdruck leiht. Hätt' ich es gewollt, hätt' ich auch nur einen Tropfenfromme Tendenz" hinein­getan, so wäre es tot, wie alles Aurechtgemachte. Aber es steckt in dem Buche ganz gegen mein Wissen und Willen. Ich finde es jetzt zu meiner Überraschung darin, und doch liegt eigentlich kein Grund zur Überraschung vor; denn alles, was ich gegeben habe, ist nichts als der Ausdruck meiner Natur. Ich hoffe, daß es auch so wirkt. Trifft dies zu, so ließe sich sagen:Seht, der Wind dreht sich; die alten Götter leben noch. Unsinn. Das Christentum ist nicht tot. Es steckt uns unvertilgbar im Geblüt, und wir haben uns nur darauf zu besinnen. Jeder, der sich prüft, wird einen Rest davon in sich entdecken. Und diese Reste müssen Keime zu neuem Leben werden". Was sagen Sie zu dieser Nachmittagspredigt?

5. 11. 78. Briefe an Freunde I, zyr

4. Der Schriftsteller

Etwas Politik, etwas London, etwas Englisch nutzt mir nichts; an halben und viertel Dingen hab' ich genug in mir, und das Leben erheischt von uns, daß wir etwas Ganzes sind. - z. 1. 56. Briefe an Familie I, zo

*) Vor dem Sturm.