%. Arbeit, Ruhm, Glück, Geld
Du hast ganz recht: das Beste im Leben ist Arbeit; man kann fast sagen, das Einzige. Du mußt mich deshalb auch nicht bedauern; es geniert mich bloß, weil ich es unsinnig finde. Nimm die zwei letzten Pfingstfeiertage! Sollt' ich etwa, statt zu arbeiten, nach Halensee fahren? Gräßlicher Gedanke!
ii. 6. 8z. Briefe an Familie II, zz
Den bloßen Ruhm betrachten sie mit Mißtrauen; sie fühlen, wie instinktmäßig, daß er weder seinen Träger noch dessen Umgebung glücklich macht. Das bloße „Rühmchen" aber ist ihnen einfach lächerlich, und noch einmal: sie haben ganz recht.
iz. ;. 52. Briefe an Familie I, iz
. Das Jmmer-arbeiten-Müssen macht egoistisch wie alles Ausschließliche; es ist bürgerlich respektabel und verdirbt doch den Charakter. Ein liebenswürdiges Bummeln, wenn es ohne schwere Pflichtverletzung geschehen kann, berührt wohltuender als die ewige unerbittliche Korrektheit.
;. ii. 69. Briefe an Freunde I, 26;
Man muß Ärger aushalten können; wenn man es nicht kann, wenn man ihm überall aus dem Wege geht, so erreicht man nichts.
z. 6. 81. Briefe an Familie I, zu
Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut, Vertrauen und freudige Ergebung zu zeigen ohne türkischen Fatalismus — das ist die Kunst des Lebens.
21. 10. 68. Briefe an Familie I, 164
Gott, was ist Glück! Eine Grießsuppe, eine Schlafstelle und keine körperlichen Schmerzen, — das ist schon viel.
iz. 7. 84. Briefe an Freunde II, yz
Gute Zähne sind mindestens so viel wert wie das Assessor- examen.
zo. 6. 67. Brief« an Familie I, 14z
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