Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
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entworfen hat, für die richtige. Der Mensch, den Rous­seau beschreibt, und die Schriften, die er selbst ge­lesen hat, stimmen zusammen. Dies führt er im Ein­zelnen aus und er schliesst mit dem Bedauern darüber, dass er früher Jean-Jaques ungerecht beurtheilt hat. Rousseau ist über des Franzosen Bekehrung sehr erfreut und fordert ihn auf, mit ihm zu Jean-Jaques zu gehen. Jean-Jaques muss wissen, wessen man ihn beschuldigt, damit er seine Unschuld darthun könne. Davon aber will der Franzose nichts hören. Er wolle sich nicht opfern für Jemand, dem nicht mehr zu helfen sei. Jean-Jaques darf keine Hoffnung hegen, ihn würde selbst ein Engel des Himmels vergeblich zu retten suchen. Seine Verfolger haben die Zeit und die Mittel gehabt, sich für alle Fälle vorzusehen; was immer geschehen mag, der Erfolg ihres Unternehmens ist gesichert. Die Urheber des Complotes, an dessen Ausführung sich alle Stände ohne Ausnahme bethei­ligen, haben soviel Mühe, Sorgen, Arbeit, Zeit, Aus­gaben aufgewendet, dass, wenn sie nur die Hälfte davon für einen guten Zweck verwendet hätten, sie mit geringeren Kosten unsterblichen Ruhmes theilhaft ge­worden wären.[Zu diesem Satze gehört eine Fussnote: Man wird mir sicherlich vorwerfen, dass ich mir über­triebene Wichtigkeit beilege. Ach, wenn ich in den Augen der Anderen keine grössere hätte als in den meinigen, so wäre mein Schicksal weniger beklagens­werth.] Da Richter und Zeugen zum Complot gehören, würde selbst eine öffentliche Vertheidigung dem Jean­

Jaques nichts nützen.