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Geschichte der Stadt Potsdam / unter Mitwirkung von ... hrsg. von Julius Haeckel
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den Rehgarten gedachte der König gleichfalls in größerem Rahmen sich näher zu bringen, daher ließ er durch Unger 1770 das Belvedere auf dem Klausberg als Pendant zu dem Ausblick von Sanssouci her errichten. Ein empfindungsvolles Bauwerk, der Freundschaftstempel mit heiteren korinthischen Säulen, dem Standbilde der Prinzessin Wilhelmine und den Medaillons berühmter Freundespaare kam hinzu (1768). Die ernsten dorischen Säulen eines feierlich-geschlossenen Rundtempels, des Gegenstücks zu dem ersteren, luden ein, die harmonische Schönheit der Antike an der Gruppe des Lykomedes, den Gemmen der Stoschischen Sammlung auf den einsamen Besucher wirken zu lassen. Klassisches, Französisches, Englisches, Sentimentales und Romantisches werden von den grünen Bäumen des Parkes zur Einheit verbunden, die wechselnden Stimmungen desselben Mannes lernen wir kennen und auch sein Streben nach Befreiung und Erhebung. Das Bild des Künstlers und Philosophen Friedrich bleibt für alle Zeiten mit der Höhe von Sans­souci und seinem Park innig verbunden.

Die Epoche von Knobelsdorffs Wirken reicht von 17441752. Er war für klassizistisches Bauen durch die Einwirkung der französischen Akademie, die Werke eines Francois Blondel, Claude Perrault, Jules Lardouin-Mansart gewonnen. Immerhin war er ein Eigener. Das zeigen vor allem die Häuserbauten; denn sie lassen viel stärker als die offiziellen Werke die im Grunde barocke Stilrichtung erkennen. Sie sind durch­weg originell erfunden und zeichnen sich durch sympathische Schlichtheit aus. An zwei Stellen geht seine Wirksam­keit mit der Friedrichs Hand in Hand: in Sanssouci (174547) und beim Stadtschloß (174451). Sans-