kirche. Nördlich des Hauptweges in der Gegend des Neuen Palais fand eine Parkerweiterung statt. Sie wird bezeichnet durch die prächtige Porträtbüste Lennes, eine Marmorherme von Rauchs Meisterhand, umgeben von Pyramideneichen. Der Park von Charlottenhof fand seine Fortsetzung im Fasanen-Garten (1842—44). Dieser leitete über zu dem großen Wildpark, der 1844 bis 46 seine Fertigstellung erfuhr. — Gleich zu Beginn seiner Regierung siedelte Friedrich Wilhelm nach dem Lustschlosse des großen Königs über. Die niedrigen Seitenflügel gewannen damals ihre heutige arkadenartige Form, die an das alte Palais Bourbon in Paris erinnert. Die Kastellanwohnung aus der Zeit Friedrich Wilhelm II., ein Grottenbau hinter der Bildergallerie, erhielt einen Aufsatzstock mit klassizistischen Blendbögen. Die Linkerseite der Neuen Kammern wurde erhöht und mit einer Marmorpergola geschmückt.
Die historische Mühle wurde durch eine holländische ersetzt, von der Straße aus eine mächtige Mauer gegen den Berg gelegt, die alte Thetisgrotte verwandelte sich in ein Felsentor und zwischen ihr und der Mühle schuf man eine Verbindung durch die 3 stückige Kastellanwohnung und eine nach Westen absteigende Terrasse. Die eigenste Schöpfung des Herrschers aber wurde die Neue Orangerie (1850—56). Mit Stüler und Hesse arbeitete er an der Verwirklichung dieser Lieblingsidee. Die italienischen Renaissancevillen waren Vorbild. Ein phantastisch aufsteigender Terrassenbau wird von der zweitürmigen Villa gekrönt. Sie erinnert im Aufbau an die Villa Medici auf dem Monte Pincio. Der Renaissance entstammen die toskanischen Säulen, an sie erinnert der große Mittelsaal mit den Kopien nach