202
mit seinem Terrassenaufbau, den schönen Pergolen und der Krone des Ganzen, dem reizenden Winzerhäuschen. Dies bietet von seiner Karyatidenhalle aus einen herrlichen Ausblick auf die gesamte Stadt. Am Fuße der Anhöhe steht das Eingangstor mit den Reliefs, die den badischen Feldzug in die Erinnerung rufen. (1849—50.) An der Ecke der Kaiser Wilhelm- und Hohenzollern- straße hatte schon früher Persius die Villa Keller errichtet. Sie wurde vorbildlich durch ihren Turm, der angeregt ist von den Villen des Arnotales. Gegenüber mit großem Altan die Villa Tiecks, das jetzige Elisabethhaus.
Ihre Front schmückt unter einer Ädikula die sitzende
Muse. — Damit nähern wir uns den Bestrebungen des Königs, auch die Stadt künstlerisch von der Peripherie aus zu durchdringen. Hierzu dienten einzelne Landhäuser der Augustastraße z. B. Nr. 12, das Kochsche Haus, Ecke der Augustastraße und der Jägerallee 28, die Villa Jägerallee 1 (von Arnim erbaut), die Villen Tiedke und Arndt (Jägerallee 19 und Spandauerstraße 19), in späteren Jahren Behlertstraße 12.
Als ein Gegenstück zu dem Schinkelschen Kasino im Park von Glienicke schuf Persius an der Glienicker Brücke (Neue Königstraße 60) die Villa Schöningen (damaliger Besitzer Frhr. v. Schöning). (1843—44.) Weiter aufwärts am Jungfernsee war schon bald nach 1835 in schönen Parkanlagen ein ähnlicher Wohnsitz, die Villa Jacobs (später Villa Alexander), entstanden. Größere Bauten innerhalb der Stadt waren der Bahnhof (1846), die Loge Minerva und das interessante Familienhaus: Schützenplatz 1b, 2, 3. Wir fassen diese Werke unter dem einheitlichen Gesichtspunkte des Nachklassizismus zusammen. Regelmäßige Gestaltung des