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Geschichte der Stadt Potsdam / unter Mitwirkung von ... hrsg. von Julius Haeckel
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Innengrundrisses, weiträumige Treppen und Zimmer, Durchbildung der Einzelformen und Kleinarchitektur in Beziehung auf das Ganze wird in den Villen ange- firebt. Türme mit Flachdächern und verschieden kon­struierter Säulen- oder Karyatidenhalle, Gartensäle im Tempelstil, Exedren, Blendkämpferbögen, der Rundbogen der Renaissance, sehr zurückhaltende dorisierende Ver­dachungsgesimse, einfache Fensterädikulä, halbrunde Nischen mit Statuen, schmuckhaste Putzrustika, Bogen­gänge, alles dies kehrt in mannigfacher Variation als Außenform wieder. Ein starkes Maßhalten findet sich in jedem einzelnen Bauwerk. Der italienische Stil fand seine Stätte noch in dem Bornstedter Gutshause (nach 1846) und dem Campanile der Dorfkirche (185557). Auf dem nahe gelegenen Ruinenberge kündigt sich aber be­reits das zweite Moment der Stilistik jener Zeit an: Die Romantik. Ein mittelalterlicher Wartturm mit Zinnenkranz wurde an den Rest des alten Amphitheaters angesetzt.

Der sogenannteNormannenstil" beginnt. Die Einzelheiten entnahm man süditalischen Burgen, so die Simsstützen, die eigentümliche Zinnenbekrönung und schuf in Verbindung mit englisch-gotischen, romanischen, ja sogar Renaissanceformen einen neuen Gebäudestil, eine eigentliche Potsdamer Burgenromantik, die innerhalb der hügelumgebenen Wasserflächen eine passende Stätte fand. In diesen romantischen Zusammenhang gehört auch das maurische" Dampfmaschinenhaus mit Moscheekuppel und Minaret als Schornstein (von Persius 1841/42). Die Nedlitzer Brücke (1853/54) weist mit ihrem Burg­tor und Herrenhaus burgartigen, romanisierenden Charakter auf, ebenso der gotische Aufbau der Meierei, es folgt