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Die„Heirath“.
eingetroffen. Um ihre Anhänglichkeit und Ergebenheit zu ehren, beschloss Rousseau, ihr in den Augen der Menschen diejenige Stellung zu geben, die sie seit langer Zeit thatsächlich einnahm, lud zwei in Bourgoin lebende Offiziere, deren einer Maire von Bourgoin war, als Zeugen ein und erklärte nach einer feierlichen Ansprache, Therese sei von nun an seine Gattin. So wurde „diese ehrbare und geheiligte Verbindung in der ganzen Einfachheit, aber auch in der ganzen Wahrheit der Natur geschlossen“. Thatsächlich wäre es bei dem damaligen Rechtzustande für den Protestanten Rousseau sehr schwer gewesen, ohne seine Ueberzeugung zu verleugnen, mit einer Katholischen eine vor dem Gesetze giltige Ehe einzugehen. Auch wurde die formlose Eheschliessung von der Gesellschaft stillschweigend gutgeheissen, Therese galt allgemein als Rousseau’s Frau und hat später eine staatliche Pension bezogen, die ihr als der Wittwe Rousseau’s zugesprochen wurde.
Der Aufregungzustand Rousseau’s, der sich in der Angelegenheit Thevenin kundgiebt, dauerte an. Die Gedanken des kranken Mannes richteten sich vorzugsweise auf einen neuen Zufluchtort, und die verschiedensten Pläne tauchten auf. Den Vorschlag, nach Trye zurückzukehren, wiess Rousseau mit Abscheu zurück, auch von der Absicht, die er früher gehegt hatte, in den Sevennen sich niederzulassen, mochte er nichts mehr hören, da er fürchtete, die Feinde möchten ihn gänzlich in der Einöde einschliessen. Dagegen verfiel er auf den Gedanken, sich nach Cppern zurückzuziehen. Er würde da nicht mehr in der Gewalt der christlichen