Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
271
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Die Hoffnung auf die Zukunft.

werden. Nur dass es überhaupt geschieht, ist nöthig, denn sonst würde sein Schicksal den Bösen als Beispiel dafür dienen, dass die Ehre jedes Unschuldigen ihnen preisgegeben ist, und die Menschen würden an der Gerechtigkeit verzweifelnd zu Dämonen werden, die einander quälen und zerfleischen. Eine Zeit wird kommen, zu der man vor dem Jahrhundert, in dem Jean-Jaques lebte, eben den Abscheu hegen wird, den dieses Jahrhundert ihm bezeugt, und zu der das Complot, dessen Urheber gleich dem Herostrat un­sterblich sein wird, erkannt werden wird als ein Meister­stück des Genies und mehr noch der Bosheit.

Der Franzose wünscht zwar auch, dass die Ehre Jean-Jaques wiederhergestellt werde, aber er wagt nicht, es zu hoffen. Dass die Zeit die Wahrheit immer an den Tag bringe, ist in keiner Weise bewiesen. Wer das Complot genauer kennt, wird wenig von der Zu­kunft erwarten. Die Liga ist zu stark, zu zahlreich, zu eng verbunden, als dass sie sich leicht auflösen sollte. So lange sie aber besteht, wird Niemand wagen, ihr nur der Gerechtigkeit wegen untreu zu werden. Die Leiter des Ganzen sind unablässig thätig, sie bringen alles in Schick, sie beseitigen alle Wider­sprüche. Sie arbeiten eifrig an einer umfassenden Sammlung der lügenhaften Anekdoten, die über Jean­Jaques erzählt werden; sie soll nach seinem Tode er­scheinen. Erfindet nur immer, sagen sie zu den unter­geordneten Glieder der Liga, wir arrangiren dann alles und bilden aus euren Geschichtchen eine dauerhafte Geschichte mit soviel Kunst und Geschicklichkeit, dass