Die Section.
bereitenden und-Fführenden Organen konnten wir etwas Krankhaftes oder Widernatürliches entdecken. Im Magen war nur etwas Milchkaffee. Grösse, Lichtung, Festigkeit, Farbe aller inneren Theile des Unterleibes waren vollständig normal; auch fehlte der üble Geruch, den man bei der warmen Witterung dreissig Stunden nach dem Tode hätte erwarten können.
Die Oeffnung des Schädels und die Prüfung seines Inhaltes ergaben eine sehr beträchtliche Menge(mehr als acht Unzen) von Blutwasser(serosite), das sich zwischen das Gehirn und seine Häute ergossen hatte.“
Auf Grund dieses Befundes erklärten die Obducenten, dass Rousseau wahrscheinlich an Apoplexia serosa gestorben sei.
Bekanntlich hat man die Ansicht aufgegeben, nach der„ein acuter seröser Hirnerguss, der schnell bis zum tödtlichen Hirndrucke steigt, bei Abwesenheit aller Umstände im Körper, aus denen ein solches Ereigniss im Hirn abgeleitet werden könnte“, plötzlichen Tod bewirken kann. Wenn es aber keine seröse Apoplexie giebt, kann Rousseau nicht daran gestorben sein. Ueber die wirkliche Todesursache sind nur Vermuthungen möglich. Am meisten scheint mir die Annahme einer Herzlähmung für sich zu haben. Feinere Veränderungen am Herzen mussten wohl den Obducenten im Jahre 1778 entgehen. Die Ansammlung seröser Flüssigkeit im subduralen Raume ist wohl als secundäre Erscheinung, als eine Folge der Hirnatrophie, die bei dem Zustande Rousseau’s in gewissem Grade vorhanden gewesen sein muss, ZU betrachten. Freilich ist die