Justus von Liebig.
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In Erlangen zogen mich Schelling's Vorträge eine Zeit lang an; allein Schelling besaß keine gründlichen Kenntnisse in den Fächern der Naturwissenschaft und das Einkleiden der Naturerscheinungen mit Analogien und in Bildern, was man Erklären nannte, sagte mir nicht zu.
Ich kam nach Darmstadt zurück mit der vollen Ueberzeugung, daß ich meine Ziele in Deutschland nicht erreichen könne.
Die Abhandlungen von Berzelius, namentlich die bessere llebersetzung seines Handbuchs, welche damals sich verbreitete, waren wie Erquickungen in einer dürren Wüste.
Mitscherlich, H. Rose, Wähler, Magnus waren damals nach Stockholm zu Berzelius gegangen, allein Paris bot mir in sehr vielen anderen Zweigen der Naturwissenschaft, namentlich der Physik, Mittel zum Unterrichte dar, wie sie sich an keinem anderen Orte vereinigt fanden. Ich faßte den Entschluß, nach Paris zu gehen, ich war damals 17^2 Jahre alt. Meine Reise nach Paris, die Art und Weise, wie ich mit Thenard, Humboldt, Dulong und mit Gay Lyssac in Berührung kam, und wie diese Männer dem Knaben ihre Neigung zuwandten, grenzt an das Fabelhafte und gehört auch nicht hierher. Ich habe später sehr häufig die Erfahrung gemacht, daß ein ausgesprochenes Talent bei allen Menschen, ich glaube, ich kann sagen ohne Ausnahme, eine unwiderstehliche Begierde erweckt, es zur Entwicklung zu bringen, Jeder hilft in seiner Weise und Alle zusammen, wie wenn sie sich miteinander verabredet hätten; daß aber das Talent nur dann Erfolge erringt, wenn es sich mit einem festen unerschütterlichen Willen vereinigt findet; die äußeren Hindernisse seiner Entfaltung sind in den meisten Fällen sehr viel geringer, als die, welche in dem Menschen selbst liegen, denn so wie eine Naturkraft, wie mächtig sie auch sei, niemals für sich allein eine Wirkung hervorbringt, sondern immer nur im Vereine mit anderen Kräften, so kann ein Mensch das, was er ohne Mühe lernt, oder geistig erwirbt, wozu er, wie man sagt, eine natürliche Anlage hat, nur dann verwerthen, wenn er noch sehr vieles Andere dazu lernt, was ihm zu erwerben mehr Mühe vielleicht noch als Anderen macht.
Lessing sagt, daß das Talent wesentlich Wille und Arbeit sei, und ich bin sehr geneigt, ihm beizustimmen.
Die Vorträge von Gay Lyssac, Thenard, Dulong rc. in der Sorbonne hatten für mich einen unbeschreiblichen Reiz; die Einführung der astronomischen oder mathematischen Methode in der Chemie, welche jede Ausgabe womöglich in eine Gleichung verwandelt und bei jeder gleichförmigen Aufeinanderfolge zweier Erscheinungen einen ganz bestimmten causalen Zusammenhang annimmt, welcher, nachdem er ausgesucht und aufgefunden ist, „Erklärung" oder „Theorie" hieß, hatte die französischen Chemiker und Physiker zu ihren großen Entdeckungen geführt. Diese Art von „Theorie" oder „Erklärung" war in Deutschland so gut wie unbekannt, denn man verstand darunter nicht etwas „Erfahrenes", sondern immer etwas, was der Mensch dazu thun müsse und mache.
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