| Rousseau’s Mannesalter.
gelber, magerer und hinfälliger wurde ich. Meine von den Aerzten aufgeregte Phantasie bemaass meinen Zustand an dem Erfolge der Medicamente und liess mich nur Tod und vor ihm Leiden wahrnehmen, Harnver| haltung, Gries und Stein. Alles, was Anderen hilft, Tisanen, Bäder, Blutentziehungen, verschlimmerte mein Leiden. Da ich bemerkte, dass die Daran’schen Sonden, die allein etwas nützten, und ohne die ich nicht mehr leben zu können glaubte, immer nur vorübergehende Erleichterung brachten, schaffte ich mir mit grossen Kosten einen ungeheuren Vorrath davon an, um sie mein Leben lang benutzen zu können, auch wenn | Daran nicht mehr da wäre. Während der acht bis / zehn Jahre, als ich mich ihrer so oft bediente, muss ich, die eingerechnet, die noch vorhanden sind, für fünfzig Louis gekauft haben. Man begreift, dass eine so kostspielige, so schmerzhafte, so peinliche Behandlung mir nicht viel Ruhe zur Arbeit liess, und dass ein Ster— bender keinen übermässigen Eifer aufwendet, um sein fägliches Brot zu gewinnen“. Am 18. October 17532 wurde Rousseau’s Singspiel,„der Dorfprophet“, vor dem Könige in Fontainebleau aufgeführt und hatte einen glänzenden Erfolg. Der König wollte dem Dichter und Componisten am nächsten Tage eine Audienz bewilligen und ihm, wie vermuthet wurde, eine Pension ertheilen.„Mein erster Gedanke... war, dass ein häufiges Bedürfniss hinauszugehen, das mir schon am Abend während des Schauspiels grosse Beschwerden verursacht hatte, mich leicht auch am andern Morgen martern könnte.., Dieses Uebel war hauptsächlich der