Rousseau’s Mannesalter.
schlimmerten den Zustand. Ueberaus viele und heftige solche Bewegungen bewirkten, dass Rousseau das ganze Jahr 1758 in einem Zustande grosser Hinfälligkeit zubrachte und fortwährend an seinen nahen Tod dachte. „Im Herbste des Jahres 1761 wurde ich ernstlich krank und verbrachte den ganzen Winter in fast ununterbrochenem Leiden“. Am Ende dieses Winters trat er in die Behandlung des Frater Cöme. Mit vieler Mühe gelang es diesem ausserordentlich geschickten Manne, eine dünne Sonde in die Blase einzuführen. „Bei der ersten Untersuchung glaubte der Frater Cöme einen grossen Stein gefunden zu haben und sagte es mir; bei der zweiten fand er ihn nicht mehr. Nachdem er ein zweites und drittes Mal mit einer Sorgfalt und Genauigkeit, die mir die Zeit sehr lang werden liessen, untersucht hatte, erklärte er, dass kein Stein da sei, dass aber die Prostata verhärtet und vergrössert sei. Er fand die Blase gross und in gutem Zustande und meinte schliesslich, ich würde noch viel leiden und lange leben“, Diese Erklärung Cöme’s beruhigte RousSeau ausserordentlich. Insbesondere gab er den Gedanken, den er bis dahin festgehalten hatte, dass nämlich ein Stein ihm einen baldigen und schmerzhaften Tod bereiten werde, endgiltig auf.„Es’ist ausgemacht, dass ich von jener Zeit an weniger von meiner Krankheit gelitten habe, als bis dahin“. Nichtsdestoweniger war er in den nächsten Jahren durchaus nicht frei von Schmerzen und Beschwerden. Im August des Jahres 1763 beklagt er sich in einem Briefe, es sei schlimmer als früher, denn das Uebel lasse ihm keine Ruhepausen