Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
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Der grosse Brief an Hume.

Uebersetzung erschienen, da begriff ich, warum die anderen Schriften unterdrückt wurden. Er liess eine Erklärung in den Zeitungen abdrucken, worin er mit Nachdruck jenen falschen Brief als groben Betrug be­zeichnete und seinen bitteren Empfindungen Ausdruck gab.Bis hierher ist Herr Hume anscheinend im Dunkeln vorgegangen. Von nun an werden Sie ihn im Lichte und ohne Deckung vorgehen sehen... Als jener angebliche Brief des Königs von Preussen in London veröffentlicht wurde, hat Herr Hume, der des­halb zweifellos wusste, dass er untergeschoben war, weil ich es ihm gesagt hatte, nichts gesagt und nichts geschrieben. Er schwieg und dachte nicht einmal daran, zu Gunsten des abwesenden Freundes eine Erklärung über den wahren Sachverhalt abzugeben... Da Herr Hume mich nach England geführt hatte, war er da­selbst in gewissem Sinne mein Beschützer, mein Patron. War es natürlich, dass er mich vertheidigte, so war es nicht weniger natürlich, dass ich, um öffentlich Pro­test zu erheben, mich deshalb an ihn wandte... Ich wandte mich an einen anderen. Erster Streich auf die Wange meines Patrons. Er fühlt nichts davon. In seiner Erklärung hatte Rousseau gesagt, dass, gleich­viel wer der Verfasser sei, dieser Betrüger Mitschuldige in England habe, und dass dieser Umstand ihm das Herz zerreisse. Da Hume der einzige Engländer war, dessen Verrath Rousseau so tief kränken konnte, musste er die Stelle auf sich beziehen.Zweiter Streich auf die Wange meines Patrons. Er fühlt nichts davon. Eine weitere Schmähschrift erschien. Rousseau machte

Möbius, Rousseau. 11