Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
162
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Unglück und Beginn der Krankheit,

sich nicht viel daraus, und auch das Publikum wurde dieser Dinge müde.So hatten die Verschwörer nicht gerechnet, die zu ihrem Ziele, d. h. zur Zerstörung meines ehrlichen Namens, unter allen Umständen ge­langen wollten. Man musste die Front wechseln. Hume kam auf die königliche Pension zurück, er­langte sie für Rousseau und zeigte diesem die Gnade des Königs an. Rousseau gerieth in die grösste Ver­legenheit; nahm er an, so empfing er Wohlthaten eines Feindes, den er als seinen Verräther betrachtete, lehnte er ab, so verletzte er den wohlwollenden König und erschien als wankelmüthiger, hochfahrender, un­dankbarer Mensch. Er wählte den Ausweg, an den General Conway, den Minister, zu schreiben, und in etwas gewundenen Ausdrücken sowohl seine Dankbar­keit wie sein Unvermögen, vorläufig über die Annahme der Pension sich zu entscheiden, auszusprechen.Herr Hume hatte die Angelegenheit vermittelt, er allein hatte sie geleitet. Ich antwortete ihm nicht nur nicht, son­dern ich sagte auch in meinem Briefe kein Wort von ihm. Dritter Streich auf die Wange meines Patrons, und diesmal lag es an ihm, wenn er nichts davon fühlte: er fühlte nichts davon. Zu dieser Zeit sei der Brief Voltaires erschienen. Während andere Bekannte Rousseaus darin erwähnt wurden, war Humes Name nicht erwähnt. Gerade dieser Umstand fiel Rousseau auf und liess ihn vermuthen, dass Hume an der Ver­öffentlichung betheiligt sei. Humes Freunde waren seine Feinde: Tronchin, dAlembert, Voltaire, und in London hatte er keine anderen Feinde als Humes