Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
163
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| Der grosse Brief an Hume,

Freunde. Da er diese nicht kannte, konnte nur Humes Einfluss ihre Feindschaft erklären.Man decke das Gewebe auf, das in London seit meiner Ankunft angesponnen wird, und man wird sehen, ob nicht | in Herrn Humes Hand die Fäden zusammenlaufen. |;| Als endlich der Augenblick gekommen war, um den grossen Schlag zu führen, bereitete man ihn durch einen neuen satirischen Zeitungsaufsatz vor. Dieser } Aufsatz überzeugte Rousseau ganz und gar von Humes Untreue, da er Angaben enthielt, die nur von diesem stammen konnten. Es war darin gesagt, Rousseau öffne seine Thür den Grossen, schliesse sie den } Kleinen: Hume hatte Rousseaus ganzen Umgang ge­| leitet. Rousseau sei kalt gegen seine Verwandten: ; er hatte in Gegenwart Humes einen Vetter etwas \ kühl aufgenommen. Rousseau war nicht nur davon überzeugt, dass Hume das Material zu diesem Auf­satze geliefert habe, sondern er glaubte auch, dass | Hume es in der Absicht gethan habe, um Rousseau n seine Autorschaft erkennen zu lassen und ihn dadurch zu fassungslosem Zorne zu reizen. Dengrossen Schlag führte Hume so aus, dass er an den General Conway schrieb, die Ursache von Rousseaus Zögern sei der Wunsch des Königs, dass nicht von der Pension gesprochen werde, und dass er, als der General ent­gegenkommend antwortete, an Rousseau einen ganz freundschaftlichen Brief schickte, mit der Bitte, sich zu erklären, ob er die Pension ohne jene Bedingung annehmen werde.Das war der entscheidende Augen­blick, das Ziel, der Gegenstand aller seiner Be­