Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
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Die vier Worte.

er vorher seine Bereitwilligkeit erklärt hat und jeder Vorwand ihm entzogen ist, so muss er sagen, warum, Das ists, was ich erwarte; wenn er mich anklagt, ist er verloren. Nur unter Voraussetzung dieses Ge­dankenganges wird Humes Handlungsweise verständ­lich.Der kritische Zustand, in den er mich gebracht hat, erinnert mich lebhaft an die vier Worte, von denen ich früher gesprochen habe, und die ich ihn zu einer Zeit aussprechen und wiederholen hörte, als ich ihre Bedeutung ganz und gar nicht verstand. Es war die erste Nacht nach unserer Abreise von Paris. Wir schliefen im selben Zimmer und mehrmals während der Nacht höre ich ihn auf französisch mit grosser Heftigkeit rufen: Ich habe(je tiens) Jean-Jaques Rous­seau! Ich weiss nicht, ob er wachte oder schlief. Trotz­dem, dass Rousseau damals diese Worte im guten Sinne auffasste, erschreckte ihn der Ton, in dem sie gesprochen wurden.Es war ein Ton, von dem ich gar keine Vorstellung geben kann und der vollkommen dem Blicke, den ich früher erwähnt habe, entspricht. Jedesmal, als er diese Worte aussprach, fühlte ich einen Schauder, über den ich nicht Herr wurde. Rous­seau hatte das Erlebniss vergessen, erst in Wootton ist es ihm wieder eingefallen.Diese Worte, deren Ton in meinem Herzen nachklingt, als ob sie eben gesprochen wären, die langen und schrecklichen Blicke, die er so oft auf mich richtete, das Klopfen auf den Rücken mit den Worten: mein lieber Herr, als Ant­wort auf die Verdächtigung, ein Verräther zu sein, dies alles erschüttert mich, von dem Anderen abgesehen,