Unglück und Beginn der Krankheit.
in einem Grade, dass diese Erinnerungen ganz allein aus meinem Herzen das Vertrauen für immer verscheuchen würden. Es vergeht keine Nacht, in der nicht die Worte: ich habe Jean-Jaques Rousseau, in mein Ohr klängen, als ob ich sie von neuem hörte. Ja, Herr Hume, Sie haben mich, ich weiss es... Alle Vorurtheile sind für Sie; es kostet Ihnen nichts, mich als Ungeheuer erscheinen zu lassen, wovon Sie schon den Anfang gemacht haben, und ich höre schon den barbarischen Jubel meiner unversöhnlichen Feinde.“ Auch das Publikum wird für Hume sein, denn er kann auf die Dienste, die er Rousseau geleistet hat, hinweisen und Alle rühmen Den, der Dienste leistet, weil sie selbst solche annehmen möchten. Die verständigen Leute ‚werden zwar anders urtheilen, aber deren giebt es wenige und sie sind nicht die, die Lärm machen. Rousseau kann allein auf den Trost seines Gewissens rechnen. Er will den Menschen Trotz bieten und bis zum Ende, im Unglücke wie im Glücke das thun, was er für ehrlich und gerecht erachtet.„Mein Leib ist geschwächt, aber nie war meine Seele fester“. Rousseau wundert sich, dass er die Kraft zu diesem Briefe gefunden hat.„Wenn man vor Schmerz stürbe, wäre ich daran bei jeder Zeile gestorben“. Schliesslich giebt er doch dem Zweifel Raum. Er sehe einen Abgrund auf beiden Seiten. Er ist der Unglücklichste der Menschen, wenn Hume schuldig ist, er ist der Verächtlichste, wenn Hume unschuldig ist. Und doch würde er den letzteren Fall vorziehen.„Wenn Sie schuldig sind, schreiben Sie mir nicht..., wenn Sie unschuldig sind, halten