Unglück und Beginn der Krankheit.
und Verdelin schon deshalb verdächtig, weil er ihnen die Verbindung mit Hume verdankte, so verlor er jetzt, als sie ihm vorwurfsvolle Briefe schrieben, das Vertrauen zu ihnen gänzlich. Doch auch Der, den er von allen Menschen am höchsten schätzte, und an dem er niemals gezweifelt hat, der Lord Keith, schien sich von ihm abzuwenden. Seine Briefe wurden seltener und schliesslich erklärte er, er müsse wegen seines hohen Alters den Briefwechsel aufgeben. Mit schmerzlicher Rührung liest man die Briefe Rousseau’s, in denen er den verehrten Mann mit zärtlicher Liebe anfleht, ihm ein Lebenszeichen zu geben. Umsonst, der Marschall blieb stumm, und Rousseau musste auf ihn verzichten. Uebrigens hat der alte Herr trotz seines seltsamen Verhaltens Rousseau seine Zuneigung bewahrt und hat in seinem letzten Willen die von ihm getragene Uhr für Rousseau bestimmt.
So tief alle diese Erfahrungen Rousseau verwundeten, so sehr ihn das Bewusstsein schmerzte, „fortan in den Augen der Menschen beschimpft, entehrt dazustehen“, seine elastische Natur erholte sich rasch wieder, als die heftige Erregung abgeklungen war. Alle seine Wünsche richteten sich auf Ruhe; er wünschte von der Welt vergessen zu werden und suchte selbst, soviel er konnte, sie zu vergessen. Die Botanik, in die ihn zu Motiers sein Freund d’Ivernois eingeführt hatte, und der er sich schon in der Schweiz mit grosser Liebe und Ausdauer gewidmet hatte, wurde sein Tröster. Im Verkehre mit den stillen, freundlichen Pflanzen suchte und fand er Frieden und Erquickung. Er wollte