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Neue Erregung.
Es bleibt schliesslich nichts übrig, als dass Jeder sich selbst fragt, ob er die letzten Worte von sich sagen darf. Vielleicht hat Rousseau nicht ganz so Unrecht, wie es den Anschein hat.
Der Zustand der Ruhe, in dem Rousseau sich an der Botanik*) und an den Jugenderinnerungen erfreute, dauerte bis zum Frühlinge des Jahres 1767. Schon im Winter hatte sich Rousseau brieflich gegen seinen Hauswirth deswegen beschwert, weil dieser erbetene Aufklärungen nicht gebe, und weil seine Diener sich unziemlich gegen den Miether betrügen. Etwas Sicheres darüber, worauf sich Rousseau’s Unzufriedenheit mit Davenport bezog und inwieweit sie begründet war, ist nicht bekannt. Es war Davenport gelungen, Rousseau vorübergehend zu beschwichtigen, doch dauerten die anscheinenden oder thatsächlichen Ungebührlichkeiten der Dienerschaft fort, und Rousseau’s Erregung wuchs mehr und mehr. Er glaubte, dass sein Briefwechsel durchgängig überwacht werde, dass er überall von Aufpassern umgeben sei, und dass seine Feinde im Begriff seien, sich der Handschrift seiner
*) Ich bin nicht im Stande, Rousseau’s botanische Schriften zu besprechen und ihre Verdienste hervorzuheben, und sage hier nur dieses: Die Lettres 61ementaires sur 1a Botanique(1771—973) sind mit einem solchen pädagogischen Geschick und solcher Naturfrische geschrieben, dass sie auch heute noch angehenden Liebhabern und Liebhaberinnen der Pflanzenwelt recht empfohlen werden können. Um ihre Benutzung in Deutschland zu erleichtern, soll deshalb auch in allernächster Zeit in demselben Verlage, wie das vorliegende Buch eine deutsche Uebersetzung
und Bearbeitung dieser Briefe durch meinen Bruder, Professor Dr. M. Möbius in Frankfurt a. M., erscheinen.