Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
192
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Schloss Trye.

Conti geschildert.Eines Abends begann der Kranke äusserst unruhig zu werden. Er sprach unaufhörlich von den bösen Säften, die sich in seinem Magen be­fänden. Seine Blicke, der Ausdruck seines Gesichtes, seine abgebrochenen Worte hatten etwas so Auffallen­des, dass ich selbst besorgt wurde und beschloss, in das Geheimniss einzudringen. Wie wurde mir, ‚als ich ihn durch fortgesetzte dringende Bitten, sein hart­näckiges Schweigen zu brechen, zu Aeusserungen Ver­mochte, aus denen hervorging, dass er sich für ver­giftet hielt. Und durch wen? Mein Gott! Ich habe immer geglaubt, dass es Formen des Wahnsinns gebe, die nie in den Kopf eines rechtschaffnen Menschen, und wäre er auch verrückt geworden, Eingang finden, ge­schweige denn in Köpfen, die so gut organisirt sind und von einem so gesunden Herzen belebt werden, wie der seinige, Bestand gewinnen können... Rousseau kam dahinter, dass der Diener Dupeprous seinem Herrn den Kopf verdreht habe.Hatte ich doch schon längst vorhergesehen, dass man suchen werde, die Diener meines Freundes zu bestechen, um mit ihrer Hilfe unsere Briefe aufzufangen und Einsicht in meine Pa­piere zu erlangen. Er gab sich daher Mühe, Dupeyrou sein Misstrauen auszureden.Taub gegen die Stimme des Gefühles und der Freundschaft gab er mir nur dunkle, zweideutige negative Antworten, die Blick und Miene Lügen straften. Ich versuchte, seinen Diener zu erforschen. Er verzog keine Miene, und ich glaubte, in seinen Augen jene unerschütterliche Zuversicht der Bösewichter zu bemerken, die der Einfalt der Unschuld

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