Schloss Trye.
Rousseau’s, der nur die persönlichen Beziehungen verfälscht. Wunderbar ist, dass das sechste Buch der Bekenntnisse, das wahrscheinlich in Trpe verfasst ist und in dem das Leben in den Charmettes geschildert wird, so gar keine Spuren von der düsteren Stimmung des Verfassers trägt, vielmehr zu dem Lieblichsten und Heitersten gehört, was Rousseau geschrieben hat. Immer unerträglicher erschien Rousseau Seine Lage in Trye. Ueberall sah er Feinde, Entehrung, geheime Drohungen, Lebensgefahr. Er wagte kaum noch, seine Wohnung zu verlassen, und wollte lieber die bösen Blicke im Hause ertragen, als draussen Häschern oder Mördern in die Hände fallen. In seiner Noth schrieb er verschiedene um Hilfe flehende Briefe. Zuerst wandte er sich an Frau von Luxemburg, dann an Frau Boufflers. Die Damen wussten wahrscheinlich nicht, was sie zu Rousseau’s Bitte, ihn aus dem Abgrunde der Schmach zu ziehen, sagen sollten, und antworteten mit höflichen Redensarten. Dadurch wurde der Verdacht, den Rousseau sowieso gegen Beide hegte, verstärkt, und Beide galten fortan als geheime Feindinnen. Rousseau entschloss sich nun, sozusagen den Stier bei den Hörnern zu packen, und richtete seine Bitte geradenwegs an den Herzog von Choiseul. Da der Minister eine Audienz nicht bewilligte, sandte ihm Rousseau ein grosses Schreiben. Er erklärt darin die Stelle des Gesellschaftvertrages, durch die er sich Choiseul’s Ungnade zugezogen zu haben glaubte, und bittet, man möge ihm Ruhe und Freiheit gönnen, er werde sie nicht missbrauchen. Der Herzog antwortete höf