Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
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Der Betrüger Thevenin.

etwa zehn Jahren in der Nähe Neuenburgs mit Rous­seau zusammengetroffen zu sein und ihm neun Franken geliehen zu haben. Diese Meldung empörte Rousseau auf das Tiefste. Er hatte vor zehn Jahren in Mont­morency gelebt, hatte seinen angeblichen Gläubiger nie gesehen. Es war zweifellos: der Betrüger Thevenin war ein Werkzeug seiner Feinde und von diesen ab­gesandt, um Rousseaus Ehre einen Makel anzuthun. Die Sache war wichtig, denn vielleicht gelang es hier, die geheimen Umtriebe aufzudecken. Rousseau bat daher Herrn de la Tonnerre, sich der Angelegenheit anzunehmen und den Betrüger zu verhören. Er werde nicht nach Grenoble zurückkehren, ehe nicht die Ur­heber dieses Schurkenstückes aufgefunden seien.Mit­ten unter Menschen lebend, die diese schamlose und als solche klar erwiesene Schurkerei angestiftet haben, muss ich darauf gefasst sein, mich unaufhörlich durch neue Fälscher gepeinigt zu sehen, die durch dieselben Leute abgerichtet und durch die Freilassung des ersten ermuthigt werden. Der Gouverneur. brachte aus The­venin nicht viel heraus, denn dieser blieb dabei, dass er einem gewissen Rousseau das Geld geliehen habe. Er müsse es Rousseau anheimstellen, schrieb der Gou­verneur, selbst nach Grenoble zu kommen und persön­lich den Betrüger zu entlarven. Obwohl dieser Vor­schlag Rousseau höchst verdächtig vorkam, leistete er ihm doch Folge. Als er nach Grenoble kam, war der Gouverneur verreist und Rousseau sah sich darauf angewiesen, in des zweideutigen Bovier Gegenwart mit Thevenin zu verhandeln,Ich war die Beute von