und stets als schwer begreiflich erschienen war. Wie wurde mir zu Muthe, als ich bemerkte, dass diese Lücke gerade in die Zeit fiel, an die der zu erwartende Gefangene mich erinnerte. Diese Entdeckung versetzte mich in die grösste Bestürzung; ich fand in ihr den Schlüssel zu all den Geheimnissen, die mich umgaben. Ich erkannte, dass der Diebstahl meiner Briefe zu der Zeit, in der sie geschrieben wurden, in Beziehung stand, und dass man sich ihrer, wie unschuldig sie auch an sich waren, nicht ohne eine bestimmte Absicht bemächtigt hatte. Ich folgerte daraus, dass seit länger als sechs Jahren mein Untergang eine beschlossene Sache war, und dass die für jeden anderen Zweck unbrauchbaren Briefe dazu dienten, für den Aufbau des Lug- und Trugsypstems, dessen Opfer ich werden sollte, feste zeitliche und örtliche Anhaltpunkte zu geben“. Die Abgeschmacktheit der Art und Weise, in der er die Vorstellung, dass man ihn der Theilnahme an dem Attentate gegen den König beschuldigte, ableitet, sie zeigt, wie sehr die Besonnenheit beeinträchtigt, wie heftig die Erregung war. Da er nun die geheimen Pläne seiner Feinde erkannt zu haben glaubte, hielt er es für ein Gebot der Ehre, ihnen die Stirn zu bieten. Er durfte nicht aus Frankreich weichen, denn die Feinde würden seine Abreise für eine Flucht und für einen Beweis seines Schuldbewusstseins gehalten haben; trotz seiner Verlassenheit und Machtlosigkeit musste er Stand halten und alles thun, was er konnte, um die Ehre seines Namens zu beschützen. Zunächst aber beschloss er, die Mittheilung über sein Schicksal und seine Vertheidigung
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