Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
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Monquin,

lustig zu sein, waren, wie er an Dupeprou schreibt, an dem steifen Ceremoniell der Begleiter gescheitert, das Wetter war schlecht gewesen, und allerlei kleine Unfälle hatten die Laune verdorben. Ueberhaupt wurde die Stimmung allmählich wieder düsterer., Rousseau brach den Verkehr mit der Gesellschaft von Bourgoin ganz ab und nahm nur noch die Besuche Anglanciers an. Offenbar trat der Gedanke an das Complot mehr und mehr wieder in den Vordergrund. Schon seit dem Frühjahre hatte ihn der Gedanke geplagt, der erste Theil der Bekenntnisse und die vorhandenen Briefe oder Briefabschriften möchten nicht ausreichenden Stoff zu seiner Vertheidigung darbieten. Als er in Bourgoin die verdächtige Lücke in seiner Briefsammlung be­merkte, hatte er sofort die Absicht, diese Sammlung zu vernichten, aufgegeben. Seitdem hatte er eine Ein­leitung zu den Briefen niedergeschrieben und hatte die einzelnen Stücke mit erläuternden Anmerkungen versehen. Die, in deren Hände die Sammlung fallen würde, solltenauf den Pfad der Wahrheit geführt werden, damit sie mit Hilfe dieses Führers Nach­forschungen anstellen könnten, die die Unschuld des Unglücklichsten unter den Menschen erwiesen und sein verlästertes Andenken reinigten. Jetzt aber glaubte er, dass dies alles nicht genügend sei, und beschloss, selbst die Fortsetzung der Bekenntnisse zu schreiben, In der That verfasste er während weniger Wintermonate das siebente bis elfte Buch der Bekenntnisse. In diesem Abschnitte erzählt er seine Erlebnisse von seiner An­kunft in Paris an bis zu seiner Verurtheilung durch das