Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
231
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Zunehmende Beschränkung des Verkehrs.

schmerzlich bewegten und seinem Wahne neue Nahrung boten.

Auch den Briefwechsel gab Rousseau schrittweise auf. Den brieflichen Verkehr mit Dupeyrou brach er im Sommer 1771 ab und die zahllosen Schreiben, mit denen er von Verehrern, Neugierigen, Hilfesuchenden über­schüttet wurde, beantwortete er nur ausnahmeweise. Nur einige solche Antworten sind erhalten. Im Novem­ber 1770 z. B. schreibt er an einen unbekannten Herrn: Beruhigen Sie sich, mein Herr, Sie und Die, die Sie leiten. Sie mussten nothwendig einen Brief von mir haben... es ist Ihnen gelungen, denn man weiss sehr wohl, dass das Gewissen nöthigt, einen, der erklärt, sich tödten zu wollen, zu ermahnen, dass er es nicht thue. Ich kenne Sie nicht und wünsche durchaus nicht, Sie kennen zu lernen... Nun folgt eine wohlmeinende Erörterung und Widerlegung der Gründe, die der Un­bekannte für seine Absicht, sich umzubringen, angeführt hatte. Rousseau erklärt schliesslich, dass auch die Furcht vor mächtigen Feinden nicht zum Selbstmorde berech­tige, und schliesst mit den Worten:Der, der so spricht, vermag in ihrer Mitte[nämlich der Feinde] zu leben und ist nicht versucht, sich zu tödten. Im August 1772 schreibt er an eine unbekannte Dame:Es giebt Lebenslagen, auf die ein Ehrenmann nicht vorbereitet sein darf, und die, in der ich mich seit zehn Jahren befinde, ist die unbegreiflichste und seltsamste, die man sich vorstellen kann... Ich habe die Betrüger und Verräther durch alle erlaubten und gerechten Mittel herausgefordert... Alles ist umsonst SCWESCEN. Sie