Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
274
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Die Gespräche,

so pessimistisch wie der Franzose, er weiss, dass Viele nur getäuscht sind, und dass sie sich, wenn die Wach­samkeit der Leiter des Complotes nachliesse, der Wahr­heit öffnen würden. Die sitten- und gewissenlose Gegenwart wird einer besseren Zeit Platz machen. Dann wird die jetzt leichthin entschiedene Frage einer neuen sorgfältigeren Prüfung unterzogen werden, und schliesslich wird die Wahrheit, Jean-Jaques Unschuld, an den Tag kommen. Bis dahin aber gilt es, vorzu­arbeiten, alle möglichen Aufklärungen zu sammeln und so das Werk der Vorsehung anzubahnen. Rousseau fordert den Franzosen auf, mit ihm in-der Stille alle geeigneten Beobachtungen zu sammeln, den geheimen Umtrieben der Liga nachzugehen, die eigenen Be­merkungen aufzuzeichnen und so einen Leitfaden für die kommenden Geschlechter vorzubereiten. Sie dürfen dies um so zuversichtlicher thun, als Jean-Jaques nicht zögern wird, ihnen vertrauensvoll sein Herz zu öffnen und ihnen alle Mittheilungen zu machen, die geeignet sind, einzelne dunkle Fragen zu beleuchten.

Diesmal stimmt der Franzose Rousseau bei. Zwar ist auch dieses Unternehmen nicht ohne Gefahr, aber es liegt ihm daran, sein Unrecht gegen Jean-Jaques gut zu machen und er ist deshalb bereit, ihn von Zeit zu Zeit mit der nöthigen Vorsicht zu besuchen. Er weiss, dass alle die Papiere, die Jean-Jaques zu ver­schiedenen Zeiten mit mehr Vertrauen als Wahl da und dort deponirt hat, in die Hände seiner Verfolger ge­fallen und zum Theile vernichtet, zum Theile gefälscht worden sind. Sollte Jean-Jaques noch Papiere besitzen,