Die Gespräche,
so pessimistisch wie der Franzose, er weiss, dass Viele nur getäuscht sind, und dass sie sich, wenn die Wachsamkeit der Leiter des Complotes nachliesse, der Wahrheit öffnen würden. Die sitten- und gewissenlose Gegenwart wird einer besseren Zeit Platz machen. Dann wird die jetzt leichthin entschiedene Frage einer neuen sorgfältigeren Prüfung unterzogen werden, und schliesslich wird die Wahrheit, Jean-Jaques’ Unschuld, an den Tag kommen. Bis dahin aber gilt es, vorzuarbeiten, alle möglichen Aufklärungen zu sammeln und so das Werk der Vorsehung anzubahnen. Rousseau fordert den Franzosen auf, mit ihm in-der Stille alle geeigneten Beobachtungen zu sammeln, den geheimen Umtrieben der Liga nachzugehen, die eigenen Bemerkungen aufzuzeichnen und so einen Leitfaden für die kommenden Geschlechter vorzubereiten. Sie dürfen dies um so zuversichtlicher thun, als Jean-Jaques nicht zögern wird, ihnen vertrauensvoll sein Herz zu öffnen und ihnen alle Mittheilungen zu machen, die geeignet sind, einzelne dunkle Fragen zu beleuchten.
Diesmal stimmt der Franzose Rousseau bei. Zwar ist auch dieses Unternehmen nicht ohne Gefahr, aber es liegt ihm daran, sein Unrecht gegen Jean-Jaques gut zu machen und er ist deshalb bereit, ihn von Zeit zu Zeit mit der nöthigen Vorsicht zu besuchen. Er weiss, dass alle die Papiere, die Jean-Jaques zu verschiedenen Zeiten mit mehr Vertrauen als Wahl da und dort deponirt hat, in die Hände seiner Verfolger gefallen und zum Theile vernichtet, zum Theile gefälscht worden sind. Sollte Jean-Jaques noch Papiere besitzen,