Die Deponirung der„Gespräche“,
——
so will er es wagen, sie zu bergen. Das ist alles, was man für Jean-Jaques thun kann.
Es ist auch alles, erwidert Rousseau, was JeanJaques verlangt. Die Hoffnung, dass sein Andenken eines Tages zu Ehren kommen werde, ist die einzige, die ihm geblieben ist. Wenn er ausserdem sieht, dass zwei ehrliche Menschen sich seiner annehmen, seine Einsamkeit theilen und ihm dereinst die Augen zudrücken wollen, so werden alle seine Wünsche erfüllt sein.
Als Epilog folgt die„Geschichte der vorhergehenden Schrift“. Rousseau spricht darin wieder in der ersten Person von sich. Er schildert, wie er nach vierjähriger Arbeit„die Gespräche“ beendigt hat und wie er am Ende der peinlichen Arbeit von dem Gedanken gequält wurde, dass er Niemand seine Schrift anvertrauen könne. Zwanzig Jahre der Erfahrung hatten ihn gelehrt, dass er weder Rechtlichkeit, noch Treue von den sogenannten Freunden zu erwarten habe. Insbesondere hat ihn der Verrath des Freundes, dem er die Handschrift seiner Bekenntnisse anvertraut hatte und der das Pfand zu einem Werkzeuge der Verleumdung gemacht hatte[Duclos], empört. Was war danach von den Anderen zu erwarten? Ihnen die Handschrift übergeben, hiess, sie geradenwegs den Verfolgern überliefern. An den Menschen verzweifelnd beschloss Rousseau, sich der Vorsehung allein anzuvertrauen und eine Abschrift seines Werkes auf dem Altar einer Kirche niederzulegen. Um diesen Schritt so feierlich wie möglich zu machen, wählte er den grossen