Der Epilog.
der Freund ebenso gesinnt sei wie die Feinde. Er nahm zwar seine Handschrift nicht zurück, wie der Andere‘ vorschlug, aber er bat, sie einem jüngeren Manne zu übergeben, der Rousseau und seine Verfolger überleben und dereinst die Schrift, ohne Jemand zu verletzen, veröffentlichen könnte. Rousseau wollte kein entscheidendes Urtheil über seinen Depositar abgeben, aber er sagte sich, dass er seinen Zweck verfehlt und wahrscheinlich Mühe und Depositum verloren habe. Doch verlor er den Muth nicht. Offenbar hatte er eine unpassende Wahl getroffen. Ein Franzose musste sich ja scheuen, die Ungerechtigkeit seiner Nation zu offenbaren. Ein älterer Mann war zu klug, um für einen Unterdrückten einzutreten. Rousseau hätte gar keinen weniger geeigneten Depositar finden können, als den gewählten.‘Es galt nun einen neuen Versuch. Alsbald begann er eine neue Abschrift anzufertigen. Während er mit dieser Arbeit beschäftigt war, erhielt er den Besuch eines jungen Engländers, der in Wootton sein Nachbar gewesen war. Wie alle Unglücklichen, meint Rousseau, sah er in jedem Ereignisse die ausdrückliche Weisung des Schicksals. Er sagte sich: Hier ist der Depositar, den die Vorsehung gewählt hat. Er ist jung, fremd, ohne Verbindung mit der Liga. Es ist unmöglich, den Finger Gottes nicht zu erkennen. Er gab dem jungen Manne die Abschrift, soweit sie fertig war*), und versprach, den Rest im nächsten Jahre zu
*)[Der Depositar, Brooke Boothbpy, hat das erste Gespräch 1780 zu London veröffentlicht und eine begeisterte Vorrede dazu geschrieben.]