Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
282
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Der Epilog.

erröthen lassen. Der Verfolger Hiobs hätte viel von Denen lernen können, die euch in der Kunst, einen Sterblichen unglücklich zu machen, anleiten. Sie haben euch überredet, ich zweifle nicht daran, sie haben euch sogar bewiesen(was ja immer leicht ist, wenn man sich vor dem Angeklagten verbirgt), dass ich alle diese unwürdigen Misshandlungen, die hundertmal schlimmer als der Tod sind, verdiene. In diesem Falle muss ich auf Weiteres verzichten, denn weder erwarte ich, noch wünsche ich von ihnen oder von euch eine Gnade. Das, was ich wünsche, und was mir zum mindesten zukommt nach einer so grausamen und so schimpflichen Ver­urtheilung, ist, dass man mir endlich sage, welche meine Verbrechen sind, wie und durch wen ich ge­richtet worden bin. Warum muss ein so öffentliches Scandal für mich allein ein undurchdringliches Geheim­niss sein? Wozu dienen soviel Kniffe, soviel Ränke, soviel Verrath und Lüge, die aufgewendet werden, um dem Schuldigen seine Verbrechen zu verbergen, ihm, der sie besser als jeder andere kennen muss, wenn er sie wirklich begangen hat? Aus Gründen, die ich nicht ver­stehe, nehmt ihr mir ein Recht, das man noch nie einem Verbrecher vorenthalten hat. Seid ihr ent­schlossen, den Rest meiner trüben Tage mit Angst, Schmach und Hohn zu füllen, ohne mir zu sagen warum, ohne meine Klagen, meine Gründe anzuhören, ohne mir zu reden zu gestatten, dann will ich statt jeder Ver­theidigung mein Herz, das keinen Trug kennt, und meine Hände, die rein von Schuld sind, zum Himmel erheben und bitten, nicht, dass er, grausames Volk,