Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
293
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Der Unfall durch den Hund.

lese beendet. Die Spaziergänger aus der Stadt hatten sich zurückgezogen, auch die Landleute verweilten nur noch zur Winterbestellung auf den Feldern. Die noch grüne und freundliche, aber schon theilweise ent­blätterte und öde Flur bot ganz das Bild der Einsam­keit und der Nähe des Winters. Der Anblick machte mir einen halb süssen, halb traurigen Eindruck, der meinem Alter und meinem Geschicke zu sehr entsprach, als dass ich nicht den Vergleich gezogen hätte. Ich sah mich an der Neige eines unschuldigen und un­glücklichen Lebens mit einem, Herzen noch voll leb­hafter Empfindungen und einem Geiste, den noch einige freilich durch Trauer geknickte und durch Kummer ver­trocknete Blüthen schmücken. Einsam und verlassen fühlte ich die Kälte des ersten Eises nahen und meine versiegende Einbildungskraft bevölkerte nicht mehr die Stille mit Wesen nach meinem Herzen. Es folgt die anschauliche Schilderung eines Unfalles, der ihn an diesem Tage getroffen hat. Ein grosser, neben einer Kutsche laufender Hund überrannte ihn, er stürzte mit dem Gesichte auf das Steinpflaster des abhängigen Weges und verlor das Bewusstsein. Man geleitete den noch halb Benommenen zur Stadt, und er war im Stande, den Weg bis zu Seiner Wohnung zu Fuss zurückzulegen. Er hatte aber schwere Quetschungen davongetragen und musste längere Zeit das Bett hüten. Dies ist die treue Geschichte meines Unfalles. In wenig Tagen verbreitete sich die Kunde davon in Paris, wurde aber so verändert und entstellt, dass man die Wahrheit nicht erkennen Konnte. Ich hätte diese Um­