Resignation und Tod.
wandlung erwarten sollen, aber es verbanden sich mit ihr so viele sonderbare Umstände, so viele dunkle Zusätze und Verschweigungen, man sprach mir davon in einer so lächerlichen discreten Art, dass alle diese Geheimnisse mich beunruhigten.“ Er erfuhr dann, dass man ihn todt geglaubt hatte, dass sogar ein Nekrolog mit allerhand Schmähungen erschienen war, dass man eine Subscription auf seine hinterlassenen Werke eröffnet hatte, natürlich mit der Absicht, gefälschte Schriften unter seinem Namen ausgehen zu lassen. Alle diese Beobachtungen versetzten ihn in schreckliche Aufregung und drohten, ihn der mühsam erworbenen Ruhe gänzlich zu berauben. Schliesslich gelang es ihm, die ganze Angelegenheit als eine geheime Fügung des Himmels anzusehen und in diesem Gedanken Trost zu finden.(Zweite Promenade.)
Als Rousseau sich von den Folgen des in den Reveries erzählten Unfalles erholt hatte, begann Therese zu kränkeln. Der Winter von 1776 auf 1777 scheint eine trübselige Zeit gewesen zu sein. Rousseau musste die kranke Frau pflegen und überdem die Hausgeschäfte selbst besorgen, denn eine versuchsweise gemiethete Magd war, man weiss nicht recht warum, bald wieder entlassen worden. Zu diesen Beschwerden kamen rheumatische Schmerzen und die Sorge um das tägliche Brod. Das Notenabschreiben nämlich brachte nur noch wenig ein, denn Rousseau’s Hand begann zu zittern, und die Kunden, die wohl in der Regel die Neugier zu ihm geführt hatte, blieben zum Theile weg, ja manche waren so rücksichtlos, die