Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911) J. J. Rousseau
Entstehung
Seite
295
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Der Ruf nach Hilfe.

bestellte Arbeit nicht abholen zu lassen. In seiner Noth verfasste Rousseau(Februar 1777) ein hilfeflehendes Rundschreiben, das er gelegentlich den vertrauenswerth Scheinenden übergab. Er beschreibt darin seine be­trübende Lage und fährt so fort:Gezwungen, allein zu leben, und doch ausser Stande, die Dienste Anderer zu entbehren, haben wir in unserer Schwäche und Verlassenheit nur noch ein Mittel, uns in unseren alten Tagen zu erhalten, die Bitte an Die, die über unser Schicksal verfügen, auch über unsere Person Bestim­mung treffen und uns eine Zufluchtstätte öffnen zu wollen, an der wir auf unsere Kosten, aber frei von den Mühen und Sorgen, die fortan über unsere Kräfte gehen, lieben können. Wie man mich auch behandeln mag, ob man mich in förmlichem Verschlusse hält, oder in scheinbarer Freiheit lässt, in ein Hospital oder in eine Wüste, unter harte oder milde, Falsche oder offenherzige Menschen bringt, ich gebe zu Allem meine Zustimmung, wenn man nur meiner Frau die erforder­liche Pflege zu Theil werden lässt und mir bis zum Ende meiner Tage die unentbehrliche Wohnung, die einfachste Kleidung und Nahrung giebt, ohne dass ich mich um irgend etwas zu kümmern brauche. Wir werden dafür Alles hingeben, was wir an Geld, Rente, Gegenständen besitzen, und ich habe Grund, zu hoffen, dass dies ausreichen werde, namentlich in Provinzen, wo die Lebensmittel billig sind, und in Häusern, die zu diesem Zwecke eingerichtet sind, zumal ich mich gern allen der Lage entsprechenden Ver­

von Herzen£ prechen ordnungen unterwerfe. Ich glaube hiermit nichts zu