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Die Quartärbildungen der Umgegend von Magdeburg, mit besonderer Berücksichtigung der Börde / von Felix Wahnschaffe
Entstehung
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Die Gegend westlich der Elbniederung. 71

landes dar, welcher durch seine mehr ebene, meist aus Sanden zusammengesetzte Oberfläche sich in charakteristischer Weise von dem östlichen Flachlande unterscheidet und dem planirenden und ausschlämmenden Einflusse der Schmelzwasser jedenfalls ganz besonders ausgesetzt war.

Nachdem sodann die starkströmenden Fluthen die Grund­moräne des zurückschmelzenden Inlandeises zerstört und als Residuum die Steinsohle zurückgelassen hatten, stauten sie sich allmählich durch den immer reichlicher werdenden Zufluss der Schmelzwasser zwischen dem mit der heutigen Elbniederung un­gefähr parallel laufenden Eisrande, der nördlich von Barleben nach Westen umbog und so eine Bucht gebildet zu haben scheint, und dem Nordabhange des Harzes zu einer gewaltigen Hochfluth an, welche wahrscheinlich nur die höheren Punkte des subherzynischen Vorstufenlandes unbedeckt liess. In Folge ihrer grossen Aus­

dehnung und des sie im Norden und Nordwesten am Abfluss

hindernden Eises war ihre Stromgeschwindigkeit eine sehr lang­same und gleichmässige, SO dass ihr Sediment ein nur geringe

Verschiedenheiten der Korngrösse aufweisendes Produkt sein musste. Die feinsten Theile des Materials konnten jedoch nur in geringerem Maasse zum Absatz gelangen, daher der nur geringe Thongehalt des Lösses.

Hätte der. Eisrand weiter zurückgelegen, etwa nach der Annahme KLOCKMANNS, welcher ebenfalls die aufstauende Wirkung der Eisbarre hervor­hebt, jenseit des Fläming, den die Moräne der jüngsten Vereisung

östlich der heutigen Elbe beträchtlich

nicht mehr erreicht haben soll, dann müsste sich auch auf dem espondirenden Diluvialplateau des rechten Elb­

da die Hochfluth naturgemäss

mit der Börde corr ufers noch Löss nachweisen lassen, auch diese Gegend überschwemmt haben würde, was aus den in der beigefügten Uebersichtskarte klar zu ersehen

Höhenangaben auch die Abdachung des Terrains nach der

ist. Denn wenn heutigen Elbniederung schon vorhanden gewesen sein muss, SO konnten doch weder die Höhen bei Hohenwarthe, noch viel weniger das flache Thalgehänge südlich davon den Fluthen ein Hinderniss

bieten, welche in der Börde bis zu mindestens 400 Fuss angestiegen