sind. Dasselbe gilt von den Höhen nördlich des Lössgebietes. so dass wir auch hier den Eisrand als Grenzwall betrachten müssen. Ob die Höhen im Westen der Börd„‚ die sich bis zu 560 Fuss erheben, den Wassern ein nicht übe rsteigbares Hinderniss boten,
können erst umfangreichere[| ntersuchungen ergeben.
Als der Eisrand durch Abschmelzen immer weiter zurückwich und besonders im Nordwesten den Schmelzwassern nicht mehr hindernd in den Weg trat, da musste meiner Ansicht nach der Lössabsatz bald gänzlich aufhören, da die Voraussetzung für denselben, die langsam und gleichmässig strömende mit feinem Gletscherschlamm erfüllte Hochfluth. welch« jetzt einen leichteren und schnelleren Abfluss nach Nordwesten zu fand, nicht mehr vorhanden War.
Aus diesem Grunde kann die Lössbildung nicht während der ganzen Abschmelzperiode, wie KLOCKMANN annimmt. fortgedauert haben, da der sich immer.weiter zurückziehende Eisrand bald nicht mehr die Stelle eines nördlichen Thalgehänges für die Löss führenden Wasser vertreten konnte.
Die obigen Ausführungen scheinen mir das Resultat zu ergeben, dass der Bördelöss mit seiner Steinsohle ein Altersäquivalent des Oberen Geschiebesandes ist, dass jedoch der Absatz des ersteren der Hauptsache nach bereits vollendet war, als sich letzterer unter dem denudirenden Einflusse der Schmelzwasser in den nördlicheren Gebieten des norddeutschen Flachlandes aus dem Oberen Geschiebemergel zu bilden begann.
Die deutliche Absonderung des Lösses an seiner Basis in verschiedene durch feinen Sand getrennte Bänke, wie ich sie an zwei Punkten bei Ebendorf und Schnarsleben beobachtete, kann nur durch strömendes Wasser bewirkt sein. Das Material des Lösses ist vorwiegend aus dem am Eisrande aufgearbeiteten Geschiebemergel und dem durch die Schmelzwasser reichlich hinzugeführten Gletscherschlamm hervorgegangen, mischte sich jedoch aufs Innigste mit dem Verwitterungsschlamm des älteren Gebirges, denn auch die von den deutschen Mittelgebirgen kommenden Wasser trugen zur Vermehrung der Hochfluth bei.
Der kohlensaure Kalk, welcher als ein feiner Ueberzug jedem
Körnchen des Lösses anhaftet, ist meiner Ansicht nach nicht als
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