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Die Gegend westlich der Elbniederung. Y
ein chemischer Niederschlag aufzufassen, da sein Kalkgehalt viel zu hoch ist, als dass er in den Hochfluthen aufgelöst gewesen sein könnte. Ausserdem zeigen sich unter dem Mikroskop keine Kalkspathrhomboöder. Es scheint mir viel wahrscheinlicher, dass der zerstörte Geschiebemergel, welcher den Kalk gerade in feinster Vertheilung besitzt, sowie auch die reichlich vorhandenen kalkhaltizen Bildungen des älteren Gebirges den fein zerriebenen Kalkstaub lieferten. welcher die Lösskörnchen bei ihrem Absatze überzog.
JENTzscH!) hat den Löss des Elbthales als einen bei Hochfluthen der Elbe abgesetzten Schlamm aufgefasst, was mir jedoch mit dem hohen Kalkgehalt desselben nicht im Einklange zu stehen scheint. Die ausgedehnten Schlickabsätze, welche sich in der Elbniederung finden, sind stets von anderer petrographischer Beschaffenheit als der Löss. Sie sind kalkfrei und besitzen einen verhältnissmässig hohen Thongehalt, welcher dem Löss fehlt.
Hiermit stimmt eine Beobachtung von G. BıscHor?) überein, welcher die schwebenden Theile der Elbe bei Hamburg untersuchte und dabei fand, dass dieselben hellbraun aussahen und mit Säuren nicht im mindesten aufbrausten. Zu einer näheren chemischen Untersuchung war die Menge der erhaltenen schwebenden Theile leider zu gering. Darum ist es auch eine irrthümliche Bezeichnung von JENTZSCH, wenn er behauptet, dass die Elbwasser noch jetzt»Löss« führen(S. 78) und dass sich ihre heutigen Absätze nicht vom älteren Löss unterscheiden.
Man hat oft das Fehlen jeglicher Schichtung als Beweis gegen den fluviatilen Ursprung des Lösses angeführt, doch kann, wie bereits M. Fesca3) sehr klar ausgeführt hat, eine Schichtung nur dann eintreten, wenn sich die Stromgeschwindigkeit des Wassers stetig ändert. Ein Hinweis auf den in der Magdeburger Elbniederung abgelagerten meist völlig ungeschichteten Schlick zeigt wohl am besten, dass fluviatile Absätze keineswegs immer geschichtet zu sein brauchen. Noch einen Beweis möchte
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1) Ueber das Quartär der Gegend von Dresden u. s. W., pag. 75 ff, 2) Lehrb. der chem. und physikal. Geologie. 1. Aufl. 1855, Bd. 11, pag- 1587. 3) Die agronomische Bodenuntersuchung und Kartirung u, 8, W. Berlin 1879,
pag. 69 u. 70.