und Beispiele für frühe Arbeitsstufen (meist auf Rückseiten anderer Manuskripte überliefert) dargeboten werden. Ferner werden in den Anmerkungen die ersten Drucke charakterisiert und wird die Wahl der jeweiligen Textvorlagen für unsere Ausgabe begründet.
Schließlich informieren wir unsere Leser über die Aufnahme, die Fontanes Werke nach ihrem ersten Erscheinen durch die zeitgenössische Kritik erfahren haben. Dabei lag es weder in unserer Absicht, noch war es (da Vorarbeiten so gut wie völlig fehlen) möglich, die Resonanz umfassend oder gar lückenlos zu dokumentieren. Neben Besprechungen, die wegen der Bedeutung ihrer Verfasser oder als Beispiele für die positive wie negative Reaktion der Kritik von Interesse sind, wurden vor allem solche Zeugnisse ausgewählt und in Auszügen zitiert, auf die Fontane in der einen oder anderen Weise reagiert hat; hier sind die brieflichen Bemerkungen des Dichters meist bedeutsamer als ihr Anlaß.
Unser Kommentar dient hauptsächlich einer möglichst detaillierten Information und Dokumentation, ohne daß beides von der Interpretation und Wertung der Werke isoliert werden sollte. Wir haben deshalb die Anmerkungen nicht auf eine bloße Darstellung und Darbietung der Fakten beschränkt, sondern zugleich versucht, vor allem für die Hauptwerke, gewisse Hinweise für die Interpretation der Fontaneschen Romane und Erzählungen, entweder als knappe Kommentare zu den mitgeteilten Dokumenten oder auch in Form besonderer Exkurse, zu geben.
Manche der in den Anmerkungen zitierten Partien aus Briefen sowie aus Notiz- und Tagebüchern Fontanes werden hier zum erstenmal veröffentlicht. In vielen anderen Fällen wurde nicht die (oft unvollständig und fehlerhaft) gedruckte Fassung eines Briefes zitiert, sondern die handschriftlich oder abschriftlich überlieferte Quelle. Dennoch waren wir auch nicht selten gezwungen, uns auf die verschiedenen Ausgaben der Briefe und Selbstzeugnisse Fontanes zu beziehen, da andere Zeugen nicht erhalten sind oder nicht zugänglich waren. Angesichts der unterschiedlichen Qualität der verfügbaren Quellen haben wir uns entschlossen, all diese Zitate nach denselben Prinzipien darzubieten wie die Texte der Werke selbst. Im einzelnen wurden die Quellen nur dann nachgewiesen, wenn es sich um schwer zugängliche Publikationen handelt oder wenn die Abweichung einer handschriftlich oder abschriftlich überlieferten Fassung von der gedruckten in dem jeweiligen Zusammenhang oder für die Interpretation eines Werkes von Belang ist. Briefe, die in der von Gotthard Erler besorgten zweibändigen Auswahlausgabe (Bibliothek deutscher Klassiker, Berlin und Weimar 1968) enthalten sind, wurden grundsätzlich nach dieser auf den besten erreichbaren Quellen beruhenden Edition zitiert. Für die Briefe an Emilie Fontane aus den Jahren 1879 bis 1888 konnte der Band «Theodor Fontane, Briefe I», herausgegeben von Kurt Schreinert, zu Ende geführt ... von Charlotte Jolles ([West-]Berlin 1968), für die Schreiben an den Herausgeber der «Deutschen Rundschau » die von Hans-
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