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Sonderheft 2, Zur Entstehungs und Wirkungsgeschichte Fontanescher Romane
Seite
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Ist mein Geist auch Kind geblieben,

Meine Tugend, just nicht groß,

Aliens Wurscht - denn, ach, im Lieben Bin ich wirklich ganz famos.

Vater, Vater - sei kein roher,

Liebefeindlicher Lykurg,

Gib mir meinen Coserower,

Denn, bei Gott, sonst brenn ich durch.

Falstaff: Da haben wirs - die Sache ist erledigt.

Er kriegt ein Weibchen und wir - Hochzeitskuchen.

Kent: Daß doch die Bestie nur an Essen denkt,

Statt Ehre steckt nur Pudding ihm im Leibe.

Tier: Behüte Gott, daß wir den Haß der Väter,

Der durch sein Alter heilig schon geworden,

Daß wir um einer kindschen Liebelei Den alten Haß flugs an den Nagel hängen.

Du kriegst ihn nicht und damit basta! Schatz,

Müh dich, den Landwehrleutnant zu vergessen,

Auch Lieperwinkel hat der Söhne noch,

Die würdig sind, ein Fürstenkind zu minnen.

Ich kanns dem Fürst von Cosrow nicht vergessen,

Daß er mich neulich nicht zuerst gegrüßt,

Daß hinter meinem Rücken er behauptet,

Ich sei ein alter, stumpfgewordner Kräpel,

Der, wenn er handeln - ja selbst sprechen wolle,

Erst regelmäßig einen pfeifen müsse.

Dies Wort vom Schnaps, es hat mich schwer gegiftet,

Und warum, Freunde, sollt es mich nicht giften?

Haß bis zum Tod denn; du, Eulalia, geh Und koche mir zu Mittag saure Klöße Mit Himbeersaft, du weißt, wie ich sie liebe,

Indes ich mit den Rittern hier berate,

Wie wir den Coserowschen Tunichtgut

Mit Schimpf und Schand von unsren Grenzen jagen.

2. Akt

Schlachtfejd bei Lieperwinkel.

Prinz von Coserow: Oh, stähle nun die Herzen meiner Krieger, Du Gott der Schlachten! nicht mit Furcht erfülle sie;

Nimm ihnen nun hinweg den Sinn des Rechnens,

Wenn ihrer Gegner Zahl sie mutlos macht! - Nicht heute, Herr - o heute nicht gedenke