des Schülers in einer mathematischen Anforderungssituation mit der tatsächlich erbrachten Leistung verglichen wurde. Andere Variablen wurden definiert, um den Grad der Übereinstimmung zwischen Lehrer- und Schülerurteil zu kennzeichnen. Durch diese Verfahrensweise wurde es möglich, sonst quantitativ schwer oder gar nicht zu erfassende Tendenzen
für die gesamte Stichprobe darzustellen und auszuwerten.
3.5.1. Zur Validität
Betrachten wir unser Untersuchungsvorgehen unter dem Gesichtspunkt der Validität, so können wir vor allem Aussagen zur" internen Validität"
( nach Lienert, 1969) bzw. zur Konstruktvalidität( Cronbach u. Mehl, 1955) treffen. Unter interner Validität verstehen wir, daß unsere Ergebnisse eindeutig interpretierbar sind. Da die Vorgehensweise der gesamten Untersuchung und auch die von uns genutzten Kategorisierungen hinsichtlich der Differenziertheit von Selbstkonzepten nachvollziehbar sind, können die Ergebnisse auch unabhängig vom Versuchsleiter erreicht und interpretiert werden. Die Untersuchungen sind auch im gewissen Grade extern valıde, weil die Möglichkeit besteht, sie in das Unterrichtsgeschehen jeder vierten Klasse einzubauen. Wir gingen bei den genutzten Kategorien auch der Frage nach, ob sie wesentliche Aspekte des Selbstkonzepts bzw. der Selbsteinschätzung eines Kindes repräsentieren. So war für unsere Problematik nachzufragen, ob sie in einer nachweisbaren Beziehung zum alltäglichen Erleben und Verhalten eines Kindes steht. Aus dieser Sicht nehmen die Kategorien eine Zwischenstellung zwischen den Werten unseres inhaltsanalytischen Vorgehens und objektiven Kriterien ein. Sie sind zwar unmittelbar mit dem Handeln( freie Selbstaussagen, Selbsteinschätzungen) einer Person verknüpft und aus diesem Grund bedarf es nicht des Nachweises, daß sie auch wirklich im tatsächlichen Verhalten integriert sind. Ein Anliegen war es auch, eine ökologische Gültigkeit nachzuweisen,
d.h., daß sie nicht abgehoben vom persönlichen Leben existieren, sondern
33