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Untersuchungen zum Stand der Entwicklung von Selbstkonzepten bei Schülern der Primarstufe (Klasse 4) : eine Erkundungsstudie / Anneliese Felger-Pärsch. [Hrsg.: Direktorium des Instituts für Grundschulpädagogik]
Entstehung
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Um genaue Aussagen darüber zu geben, wie differenziert sich die Selbstaussagen in den Subkonzepten widerspiegeln, wurde die Anzahl der genutzten Subkonzepte durch die Probanden erfaßt. An Beispielen wird die Differenziertheit der Selbstkonzepte von Kindern dargestellt. Es wurden Aussagen der vier Subkonzepte( PSK, KSK, SSK, FSK) genutzt. Beispiel 1: Wie ich bin

Ich bin gut in der Schule und tanze gern. Ich vertrage manche Fahrzeuge nicht. Ich bin auch schon öfter mit einer Tanzgruppe aufgetreten. Bin die jüngste und größte Schülerin aus der Klasse. Ich lese gern. Ich spiele gern. Gehe gern schwimmen und gern ins Kino, aber nicht so gern einkaufen. Die Schule macht mir keinen Kummer. Ich habe noch eine Schwester, die mir öfter auf den Geist geht. Mein Berufswunsch war schon mit drei Jahren Lehrerin, weil ich mir vorstelle, daß das unheimlich Spaß macht. Meine Wünsche gehen fast immer in Erfüllung. Ich finde mich äußerst häßlich. Ich liebe Puppen.Mit meinen Lehrern komme ich gut aus, mit meinen Mitschülern nicht so. Ich finde kurze Haare schön.

Beispiel 2:

( Differenzierung in drei Subkonzepte- PSK, SSK, FSK)

Wie ich bin

In der Schule bin ich fleißig. Ich bemühe mich, zu Hause Mama zu helfen. Manchmal tobe ich mit meiner Schwester. Mir macht das Spaß, meiner Schwester auch. Aber Mama gefällt es nicht. Ich bemühe mich, mich im Sport zu verbessern. Zu Hause übe ich fleißig. Ich lese gern und spiele Karten. Ich kaufe mir Pferdezeitschriften und bemühe mich, Puppen oder andere Dinge allein zu machen. Ich schaue gerne den Sternen zu. Ich weine öfters und lerne aus meinen Fehlern. Meine Lieblingsbeschäftigung ist Blumen besprühen und gießen. Aber am allerliebsten spiele ich. Zu Geburtstagen bemühe ich mich, schöne Geschenke zu basteln. Wenn sich das Geburtstagskind freut, bin ich glücklich. Ich flöte häufig und übe immer besser zu werden. Ich nehme Flötenunterricht.