Heft 
(1891) 67
Seite
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Unwiederbringlich. 179

Von Anfang an nur von dem Verlangen erfüllt, sich baldmöglichst wieder in ihr Cabinet zurückziehen zu können, verzichtete gern auf neugierige Fragen und ge­währte huldvoll, um was sie gebeten war.

Und nun noch ein gnädiges Kopfnicken, und die Audienz, wenn man ihr diesen Namen geben durste, war zu Ende.

Neunundzwanzigstes Capitel.

Als Holk um Urlaub gebeten, hatte nur das Eine für ihn festgestanden, daß Etwas geschehen müsse. Nun war er beurlaubt, und im selben Augenblicke War auch die Frage da: was soll nun geschehen? Aussprache mit Ebba, so sehr er ihrer üebereinstimmung sicher war, Verabredungen mit ihr für die Zukunft, das Wäre das Natürlichste gewesen; aber Ebba war krank und was Karin, wenn er vorsprach, antwortete, blieb dasselbe: das Fräulein dürfe Niemanden sprechen. So ging er denn einer wahren Prüfungszeit entgegen. Tagen, in denen er nichts zu thun, als zu warten hatte. Und das war ihm in seiner Seelenstimmung das Schwerste. Zuletzt ergab er sich darin und beschloß sich einzuschließen, Niemanden zu sehen, Zeitungen zu lesen, Briefe zu schreiben. Aber an wen? Er sah bald, daß er an Niemanden schreiben könne. Petersen, Arne, die Kinder Alles verbot sich. Noch mehr die Dobschütz. Blieb nur noch Christine selbst. Er stand von dem Schreibtisch auf, an dem er eine Weile grübelnd gesessen, und schritt auf und ab.Christine. Ja, das wäre das Beste. Sie muß es schließlich doch wissen und lieber heut als morgen . . . Aber ihr schreiben? Muß durchaus geschrieben sein, als ob ich nicht den Muth hätte, ihr unter die Augen zu treten? Ich habe den Muth, denn was ich will, ist mein gutes Recht. Man lebt nicht zusammen, um immer zweierlei Meinung zu haben und zweierlei Wege zu gehen. Christine hat mich von sich weg erkältet. Ja, das ist das rechte Wort, und solche sich mehrende Kälte, das ist schlimmer als Streiten und Heftigsein. Eine Frau soll eine Temperatur haben, ein Temperament und Leben und Sinne. Aber was soll ich mit einem Eisberg? Und wenn er das klarste Eis hat, das klarste ist gerade das kälteste, und ich will nicht erfrieren. Ja, das paßt, das ist ein gutes Einleitungsthema, damit werd' ich ihr kommen, aber von Mund zu Mund; ich will es ihr nicht schreiben, ich will es ihr sagen. Ihr eigener Brief hat mir goldne Brücken gebaut. Und wenn ich dann frei bin und wieder hier . . . Ach, wie sehne ich mich nach Leben, Wärme, Freude. Meine Tage sind mir vergangen, als ob Unterwelts­schatten neben mir herschwebten. Die gute Dobschütz war auch solch Schatten. Ich bin noch nicht alt genug, um auf Fleisch und Blut zu verzichten."

Und er klingelte. Die Wittwe Hansen kam.

Liebe Frau Hansen, ich will auf einen Tag hinüber nach Holkenäs . . ."

Ah, zur Christbescherung. Da wird sich die gnädigste Frau Gräfin freuen, die jetzt so allein ist, seit auch die Kinder fort sind, wie mir der Herr Gras erzählt haben."

Ja, nach Holkenäs" sagte Holk.Wissen Sie, wie die Dampfschiffe gehen? Ich meine die nach Glücksburg und Flensburg. Am liebsten wäre es mir, ich

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